Land füllt Geldtopf fürs Fassadenprogramm auf

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Die Steg-Prokuristin Tina Kuras-Sochanowski (links) sowie die beiden Stadtumbaumanager Erik Vorwerk und Anna Schwengers verabschiedeten sich im Sommer 2014 nach drei Jahren aus Werdohl. Das neu aufgelegte Fassadenprogramm soll wieder durch das Büro Steg betreut werden.

Werdohl -   Ein Geldsegen kurz vor der Sommerpause: Das Land stellt der Stadt Werdohl 141 000 Euro aus Fördermitteln des Stadtumbaus für Projekte in der Innenstadt und in Ütterlingsen zur Verfügung. Stadtplaner Stefan Groß hatte das Geld schon erwartet: Es füllt den vollständig geleerten Topf für das Fassadenprogramm. Beim ersten Mal standen 80 000 Euro zur Verfügung.

Die Stadtverwaltung war Ende 2015 sogar darauf hingewiesen worden, dass es Möglichkeiten zur Fortführung des erfolgreichen Fassadenprogramms gibt. Private Hausbesitzer, die ihr Gebäude herrichten wollen, bekommen auf Antrag einen Zuschuss für ihr Engagement, das Stadtbild zu verschönern. Fachbereichsleiter Thomas Schroeder hatte im Dezember 2015 den Rat so informiert: „Grund dafür ist das anhaltende Interesse der Bürger und die weiterhin bestehende Warteliste.“ Ursprünglich war gedacht, nicht benötigte Fördermittel vom Abbruch der alten Schule an der Leipziger Straße umzuwidmen. Die jetzt erreichte Lösung gefiel aber allen noch viel besser: „In Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg und dem Ministerium soll statt dessen ein Antrag auf zusätzliche Mittel in Höhe von 150 000 Euro zuwendungsfähige Ausgaben (80 Prozent Förderung) für das Fassadenprogramm gestellt werden.“

Stadtplaner Groß berichtete auf Nachfrage, dass für das neue Geld die bereits bestehende Satzung mit den Förderrichtlinien weiterhin Gültigkeit habe. Aller Voraussicht nach werde die Vergabe der Mittel und die Beratung der Antragsteller wieder durch das Büro Steg aus Dortmund abgewickelt. Steg hatte für drei Jahre zwei Mitarbeiter in Geschäftsräumen in der Innenstadt untergebracht. Anna Schwengers und Erik Vorwerk hatten bis Sommer 2014 Bürger bei ihren Vorhaben im Stadtumbaugebiet beraten. Bei der Verabschiedung der Beiden sagte Bürgermeisterin Voßloh, dass insgesamt 31 Anträge zum Fassaden- und Hofflächenprogramm gestellt worden seien, 21 davon seien entsprechend der Richtlinien umgesetzt worden.

Die Donnerstag veröffentliche Liste der Fördermittel aus dem Stadtumbau spült auch an einer anderen Stelle Geld des Landes nach Werdohl: Unter der Ortsmarke Finnentrop findet sich die Mittelzusage für das interkommunales Handlungskonzept Lenneschiene 2.0. Insgesamt sind hier 420 000 Euro Kosten für die Vorbereitung von Förderprojekten an der Lenne freigegeben worden. Sieben Städte werden für vier Jahre daraus bedient, der Eigenanteil der Stadt Werdohl liegt bei einmaligen 17 570 Euro. Diesen Beschluss traf der Rat einstimmig erst am 20. Juni. Groß: „Wir konnten da noch glücklich hineinrutschen.“

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