Kupferdieb geständig

Werdohl - Am 30. Januar 2013 suchte eine Diebesbande das Gelände des Metallhandels Menshen in Werdohl heim: Mit drei Fahrzeugen kamen die Täter nachts zum Firmengelände, verstauten in harter Arbeit rund dreitausend Kilogramm Kupferkabel in ihren Transportern und verschwanden.

Der Schaden lag bei etwa 12 000 Euro bei einem Preis von etwa vier Euro für ein Kilogramm Kupferschrott. Ein Teil der Beute konnte von der Polizei sichergestellt werden. Einer der Täter, ein 35-jähriger Dortmunder rumänischer Herkunft, legte jetzt im Amtsgericht Altena ein umfassendes Geständnis ab – glücklicherweise nicht „den Kopf auf den Tisch“, wie es sein Anwalt formulierte. Er habe den Kontakt zu seinen Mittätern abgebrochen, versicherte der 35-Jährige, der offenbar die Kurve in den legalen deutschen Arbeitsmarkt gekriegt hatte: Mittlerweile arbeite er als Hausmeister.

Staatsanwalt Axel Nölle beantragte eine 18-monatige Haftstrafe gegen den nicht vorbestraften Angeklagten, die zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Er sei zwar Mitglied einer Bande gewesen – weitere Taten ließen sich aber nicht nachweisen. Viele Leute seien an dem Diebstahl bei Menshen beteiligt gewesen – entsprechend klein müsse auch der Anteil des Angeklagten an der Beute ausgefallen sein. Der Verteidiger schloss sich dem Strafantrag des Staatsanwalts an, dem schließlich auch das Schöffengericht folgte.

Richter Dirk Reckschmidt erinnerte in seiner Urteilsbegründung an die immensen Schäden, die in den vergangenen Jahren durch Edelmetalldiebstähle verursacht wurden, und an die hohen Kosten für Sicherungsmaßnahmen, die Unternehmen gegen solche Diebstähle ergreifen mussten.

Von Thomas Krumm

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