Kulturarbeit in der Leader-Region Lenneschiene vernetzen

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Regionalmanagerin Silke Erdmann (links) und Susanne Thomas von der Kulturregion Südwestfalen hatten zu einer Diskussionsrunde zum Thema Kulturarbeit eingeladen.

Werdohl - Künstler müssen sich besser untereinander vernetzen und sie brauchen geeignete Räume für mögliche Ausstellungen oder Veranstaltungen – das waren zwei Erkenntnisse, die die anwesenden Kulturinteressierten- und schaffenden am Donnerstagabend auf dem Hof Repke hatten.

Susanne Thomas von der Kulturregion Südwestfalen und Regionalmanagerin der Leader-Region Lenneschiene, Silke Erdmann, hatten zu dem Treffen eingeladen. Gekommen sind allerdings nur etwa zehn Personen, überwiegend aus Plettenberg, um über die Zukunft der Kulturlandschaft in der Leader-Region und mögliche Projekte zu diskutieren, die die Kulturarbeiten fördern. 

Zu Beginn stellten Thomas und Erdmann noch einmal die regionale Kulturpolitik (RKP) und Leader vor. Das Förderprogramm RKP will die zehn Kulturregionen NRWs unterstützen und die Kommunikation und Kooperation zwischen Kulturschaffenden verstärken. 

Sind die Projekte gut, werden sie gefördert

Dabei gebe es kein festes Budget, erläuterte Thomas. Sind die Projekte gut, werden sie gefördert. Jeder könne Ideen einreichen. Diese würden geprüft, dem Ministerium empfohlen und erst dann müsse man einen konkreten Förderantrag stellen, erklärte Thomas weiter. 

Bei Leader könne ebenfalls jeder Projektideen und Anträge einreichen, über deren Förderung dann die Lokale Aktionsgruppe (LAG) entscheidet. Projekte müssten „innovativ, nachhaltig und für die Menschen in der Region“ sein. Insgesamt hat die Leader-Region Lenneschiene (Werdohl, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde, Plettenberg, Finnentrop, Schmallenberg, Lennestadt und Iserlohn) schon sechs Projekte beschlossen.

Förderung von bis zu 65 Prozent

Dabei werden bis zu 65 Prozent gefördert, den Eigenanteil könnten Vereine aber auch durch ehrenamtliche Arbeit leisten, erklärte Erdmann. Die anwesenden Kulturinteressierten diskutierten im Anschluss über mögliche Projektideen. Ein großes Problem sei für viele, geeignete Räume für Ausstellungen oder Veranstaltungen zu finden. 

Mögliche Lösungen seien leerstehende Industriehallen oder Kirchen dafür zu nutzen, einen Ort zu finden, den sich mehrere Vereine teilen, oder aber an ungewöhnlichen Orten im Rahmen einer Serie auszustellen, die dann durch die Kommunen wandert. 

Kaum Austausch und Vernetzung untereinander

„Wir müssen mit der Kunst zu den Leuten gehen“, hieß es von einer Kunstschaffenden in der Diskussionsrunde. Auch eine mobile Ausstattung, wie Bühne, Licht und Technikelemente, waren im Gespräch. Desweiteren wurde über die Vernetzung und den Austausch untereinander gesprochen, der bislang kaum vorhanden ist.

Man müsse auch mit anderen Kulturinteressierten außerhalb seiner Kommune in Kontakt kommen, etwa über einen E-Mail-Verteiler oder einen Stammtisch. Auch die Arbeit mit der Presse wurde kritisiert. Man müsse den richtigen Umgang mit den Medien lernen und bräuchte einen Kulturreferenten oder Koordinator, um die Kultur bekannter zu machen, sodass sie von den Menschen wahrgenommen werde. 

Auch Nachwuchsförderung und Sponsorensuche waren am Donnerstagabend Thema. Ende Januar soll ein weiteres Treffen stattfinden, an dem dann noch konkreter über Projektideen gesprochen werden soll.

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