Werdohler Kulturverein will Kümbet-Fest wieder veranstalten

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Die Vorstände des Kultur- und Solidaritäts-Vereins Giresunlular und des Fußballvereins Karadenizgücü Werdohl haben gemeinsame Pläne für das kommende Jahr: Grillnachmittage sind nur ein Punkt auf der Liste.

Werdohl - Der Kultur- und Solidaritäts-Verein Giresunlular will künftig eng mit dem Fußballverein Karadenizgücü Werdohl zusammenarbeiten.

Karadeniz ist das Schwarze Meer, Gücü bedeutet so viel wie Macht oder Kraft. Giresun ist eine türkische Stadt am Schwarzen Meer. „Wir wollen vieles gemeinsam machen“, sagt Giresunlular-Vorsitzender Atif Özer. Beispielsweise sollten künftig im Anschluss an die Spiele von Karadeniz Grillnachmittage organisiert werden. Darüber hinaus solle im Kultur- und Solidaritätsverein ab dem kommenden Jahr frischer Wind wehen.

Atif Özer, Vorsitzender des Kultur- und Solidaritäts-Vereins Giresunlular, und Erdinc Genc, Vorsitzender von Karadenizgücü Werdohl.

Die kürzlich im Amt bestätigten, beziehungsweise neu gewählten Vorstandsmitglieder planen einige Neuerungen, verriet Atif Özer, der von seinen Stellvertretern Mehmet Ögec und Alaattin Uzunoglu, Kassierer Kadir Uzunoglu, Schriftführer Muzaffer Kilic und dem erweiterten Vorstand Refik Oral, Ethem Demirtas und Yüksel Uzunoglu unterstützt wird. An der Spitze von Karadenizgücü Werdohl steht Erdinc Genc, zweiter Vorsitzender ist Yasar Toslu. Zum Kassierer bestimmten die Fußballer am Dienstag Özcan Özer. Schriftführer ist Ismail Demirtas. Als Geschäftsführer bleibt Bilal Karakilic im Amt. Dem erweiterten Vorstand gehören Asur Kilic und Cemil Aydin an.

Beide Vereine teilen sich ein Domizil an der Neustadtstraße. Dort finde an jedem Sonntag ein gemeinsames Frühstück statt. „Wer Zeit hat, kommt“, sagt Atif Özer. Ab dem kommenden Jahr solle im Vereinsheim wieder Nachhilfeunterricht für die Kinder aus den Vereinen organisiert werden. „Das haben wir schon einmal mit angeboten und es wurde gut angenommen“, stellt der Giresunlular-Vorsitzende fest. Auch möchte der Verein dort ab Januar zwei Mal wöchentlich Unterricht auf der Saz, einer traditionellen Langhalslaute, anbieten.

Wichtig sei es den Mitgliedern auch, die beiden Folkloretanzgruppen für Kinder fortzuführen. Gerne würden die Vereine auch wieder das Kümbet-Fest ausrichten, erklärt Özer. Dieses Fest gehört in der türkischen Region rund um Giresun an der Schwarzmeerküste seit rund 2000 Jahren zur Tradition: Im Frühjahr treiben die Menschen ihre Nutztiere auf die Hoch-Almen des Kümbet-Plateaus und veranstalten zu diesem Anlass ein großes Familien- und Kulturfest.

Der Werdohler Kulturverein hatte diese Tradition nach Deutschland geholt und insgesamt sieben Mal in Kooperation mit Karadeniz eine Großveranstaltung auf dem Sportplatz in Altenmühle organisiert. „Leider war das dort zuletzt nicht mehr möglich“, bedauert Atif Özer. Allerdings möchte er das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen. „Ich hoffe darauf, dass wird das Kümbet-Fest irgendwann wieder in Werdohl feiern können und laden dazu natürlich alle Werdohler ein“, sagt der Giresunlular-Vorsitzende.

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