Kommission deckt Unfallschwerpunkte in Werdohl und Neuenrade auf

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Die Mitglieder der Unfallkommission haben insgesamt 28 sogenannte „Unfallhäufigkeitsstellen“ aufgedeckt.

Werdohl/Neuenrade - Die Mitglieder der Unfallkommission kümmern sich um die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis und haben nun insgesamt 28 sogenannte „Unfallhäufigkeitsstellen“ aufgedeckt. Zwei davon liegen in Neuenrade und eine in Werdohl.

Ihre Bilanz legte die Kommission jüngst bei einer Sitzung im Kreishaus vor. Im Werdohler Stadtgebiet kracht es laut des Berichtes besonders oft an der Einfahrt zur Höllmecke, auf einem Teilstück der Bundesstraße 236 in Ütterlingsen. Gleich an zwei Stellen häufen sich in Neuenrade die Unfälle – auf der L 656 im Kreuzungsbreich der Höllmecke und auf der Küntroper Straße (B 229) im Bereich Oberhof (L 842). Als Grundlage für ihre Aufstellungen diene der Kommission vor allem das Datenmaterial der Polizei, sagt Hendrik Klein, Pressesprecher des Kreises. „Die Mitglieder werten für ihre Auflistung Unfallstatistiken, Berichte zum Gefährdungspotenzial und Zahlen zur Unfallhäufigkeiten aus“, erklärt Klein.

Die Kommission tagt mindestens einmal pro Jahr unter der Leitung der Straßenverkehrsbehörde. Ihr angehören Vertreter der Bezirksregierung, des Landesbetriebes Straßenbau.NRW, der Kreispolizeibehörde sowie der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises an. Aufgabe der Kommission ist es, Unfallhäufungen zu erkennen, sie zu analysieren und Maßnahmen zu deren Beseitigung zu beschließen. Das Spektrum umfasst bauliche, verkehrsrechtliche und verkehrspolizeiliche Maßnahmen. „Wenn es erforderlich ist, dann setzen sich die Mitglieder direkt mit örtlichen Ordnungsbehörden in Verbindung“, sagt der Kreissprecher.

Besondere Sorge bereitet Anzahl der Motorradunfälle

Der Arbeit der Unfallkommission komme angesichts des mit den Verkehrsunfällen verbunden menschlichen Leids und der immensen Unfallkosten eine bedeutende Aufgabe zu. Durch gezielte Entschärfung von Unfallbrennpunkte könne die Verkehrssicherheit deutlich verbessert werden, heißt es seites der Kreisverwaltung. Besondere Sorge bereite der Unfallkommission zurzeit die steigende Anzahl von Motorradunfällen, auf die ein besonderes Augenmerk gerichtet werden soll. Im ersten Halbjahr verunglückten 96 Kradfahrer im Kreisgebiet, in den ersten sechs Monaten 2014 waren es 76. Insgesamt, einschließlich aller Roller und Kleinkraftfahrer waren es 145.

Als nächster Schritt werden die beteiligten Behörden mit der Begutachtung der Unfallstellen beginnen. „Es wird analysiert, warum es genau an diesen Stellen besonders häufig zu Unfällen kommt“, so Joachim Pieper von der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises. Anschließend werde beraten und entschieden, wie genau man diese Unfallschwerpunkte entschärfen kann. „Bei 28 Stellen im Kreis bedeutet das einen großen Arbeits- und Zeitaufwand“, sagt Hendrik Klein.

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