„Böhmische Knödel“ im Festsaal Riesei genießen

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Nikola Komatina ist Solist im Rahmen des Konzertes „Böhmische Knödel“ im Festsaal Riesei.

Werdohl -  Einige Freunde der klassischen Musik werden böhmische Knödel möglicherweise schon bald als Beilage zu einem Festtagsbraten genießen. Im Januar wird diese Spezialität der tschechischen Küche im Festsaal Riesei aufgetischt – allerdings als akustischer Leckerbissen: „Böhmische Knödel“ lautet der Titel des nächsten Konzerts des Märkischen Jungendsinfonieorchesters.

Dazu laden die Veranstalter aus der Kulturabteilung der Stadt Werdohl in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Kultur des Märkischen Kreises für Freitag, 8. Januar 2016, ab 19.30 Uhr ein. Die vorhergehende Konzerteinführung beginnt bereits um 18.30 Uhr.

In Anlehnung an den Konzerttitel werden die jungen Musiker Werke der tschechischen Komponisten Josef Suk und Václav Trojan vortragen. Josef Suk, der 1874 in Krecovice bei Prag geboren wurde und 1935 verstarb, war nicht nur Komponist, sondern auch ein bekannter Violinist und der Schwiegersohn Antonín Dvoráks. Václav Trojan wurde 1907 in Pilsen geboren († 1983). Berühmt wurde seine Musik in Zusammenhang mit den Puppenfilmen von Jirí Trnka, einem tschechischen Illustrator, Drehbuchautor und Regisseur animierter Filme.

Im Rahmen des Konzertes „Böhmische Knödel“ präsentiert das Märkische Jugendsinfonieorchester Suks Scherzo fantastique op. 25 und Trojans „Märchenbilder“ für Akkordeon und Orchester. In diesem Zusammenhang bereichert ein außergewöhnlicher Musiker den Abend: der Akkordeonist Nikola Komatina. Der Musikstipendiat der Märkischen Kulturkonferenz 2016 trägt die Sinfonie Nr. 8 (Nr. 4) G-Dur op.88 von Antonín Dvoráks vor.

„Nikola Komatina zählt zu den Musikern der Gegenwart, die sich für Musik aller Arten offen halten, auf einzigartige und beeindruckende Weise mit Publikum kommunizieren und musikalische Emotionen vermitteln“, schreiben die Veranstalter des Konzertes. Seine Begeisterung für das Akkordeon führte ihn zum Studium an berühmte Universitäten wie der Folkwang Universität der Künste Essen. Komatina arbeitete mit renommierten Akkordeon-Künstlern und Professoren der Welt zusammen, zum Beispiel Mika Väyrinen, Mie Miki, Vladimir Besfamilnof, Friedrich Lips, Alberdi Iñaki und Yuri Shishkin.

Schon im frühen Alter gewann Nikola Komatina mit seinem Akkordeon mehr als 20 Preise bei Wettbewerben und zahlreiche Auszeichnungen in mehreren europäischen Ländern. Im Jahr 2013 wurde er mit dem Musikpreis der GWK (Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit) ausgezeichnet.

Das Jugendsinfonieorchester wird am 8. Januar von Thomas Grote und Niklas Hoffmann dirigiert. Moderiert wird das Konzert von Stephan Quandel.

Karten sind zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich – und zwar in der Stadtbücherei an der Freiheitstraße, Tel. 0 23 92 /20 73, und im Rathaus, Abteilung Kultur, Zimmer 213,

Tel. 91 72 47.

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