Kleiderkammer-Team hat „so viel Arbeit wie noch nie“

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Jeanne Rützler, Angelika Jacke, Inge Fenner, Monika Sandt und Rosemarie Cobo (v. l.) sind ehrenamtlich in der Kleiderkammer an der Schnurrestraße tätig. Momentan haben sie viel Arbeit, denn die Werdohler spenden fleißig Kleidungsstücke.

Werdohl - Das Team der Kleiderkammer an der Schnurrestraße hat momentan so viel zu tun wie noch nie. Die Spendenbereitschaft der Werdohler ist hoch, viele möchten auch Flüchtlinge unterstützen. Ein Besuch bei den ehrenamtlichen Helferinnen zwischen Kleiderbergen und Teddybären:

Auf dem Weg zur Kasse der Kleiderkammer bleibt die junge Frau vor dem großen Karton stehen, in dem ausgemusterte Stofftiere auf neue Besitzer warten. Sie greift hinein, wählt einen kleinen Teddybären aus und klemmt ihn unter den Arm zu den Kinderkleidungsstücken, die sie ausgesucht hat.

Monika Sandt, die jetzt bereits im 19. Jahr ehrenamtlich in der Kleiderkammer an der Schnurrestraße arbeitet, steckt alle Kleidungsstücke und den Bären in eine Plastiktüte und nennt der jungen Mutter den Betrag, den sie zahlen soll. Die Angesprochene versteht auf Anhieb, was Monika Sandt ihr mitteilt. „Das ist aber längst nicht immer so“, sagt die Ehrenamtlerin. „Viele Kunden sprechen kein Wort Deutsch. Die Verständigung klappt dann trotzdem, aber mit Händen und Füßen.“

Sieben Damen sind derzeit in der gemeinsamen Kleiderkammer der Malteser und der Caritas tätig. „Und so viel Arbeit wie momentan hatten wir noch nie“, stellt Monika Sandt fest.

Die Werdohlerin deutet auf einen großen Berg blauer Säcke und Kartons. „Wir hatten hier heute schon einmal alles weg sortiert. Das ist alles in den letzten Stunden angeliefert worden.“ Die Hilfsbereitschaft der Werdohler sei im Moment ganz besonders groß. „Viele denken dabei natürlich auch an die Flüchtlinge“, stellt Sandt fest.

Und obwohl sich momentan Kleidersäcke und Kartons türmen, freuen sich die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer auch weiterhin über jede Sachspende. „Mit den warmen Wintersachen geht es jetzt ja gerade erst los. Und was wir jetzt momentan dringend brauchen sind Koffer und Reisetaschen“, sagt Monika Sandt.

Die Kleiderkammer an der Schnurrestraße ist montags von 15 bis 17 Uhr und mittwochs zwischen 10.30 und 12 Uhr geöffnet.

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