Rohbau noch nicht fertig, Möbel schon bestellt

+
Spannende Zeiten erleben Lian und Niko derzeit in der Kita Wunderkiste: Die Einrichtung in Ütterlingsen erhält zwei Anbauten für die U3-Betreuung.

Werdohl - Wer ein Haus baut, wartet mit der Bestellung der neuen Möbel in der Regel, bis zumindest der Rohbau steht. So viel Zeit lassen sich Sandra Koch und ihre Mitarbeiterinnen von der Kindertagesstätte Wunderkiste in Ütterlingsen nicht. Während draußen die Maurer noch Stein auf Stein setzen, haben die Erzieherinnen die Bestellung für die Inneneinrichtung schon aufgegeben.

Die Zeit drängt. Die Nachfrage nach Plätzen für die U3-Betreuung ist in der Wunderkiste größer als das Angebot. Sieben Kinder, die jünger als drei Jahre sind, werden dort aktuell betreut, ein achtes kommt in den nächsten Wochen dazu. 15 Betreuungswünsche hatten vor dem Beginn des Kindergartenjahres vorgelegen. Um diese Situation zu entspannen, werden in westlicher Richtung zwei kleine, einzelne Räume an die Einrichtung angebaut. Die Arbeiten dafür sind seit gut zwei Wochen in vollem Gange, mittlerweile wachsen schon die ersten Außenwände aus dem Boden. 25 Quadratmeter groß wird jeder der beiden Räume, die zwar als Ruheräume bezeichnet werden, aber nach ihrer Fertigstellung als Gruppennebenräume genutzt werden können. Kita-Leiterin Sandra Koch führt ganz praktische Gründe dafür an: Die bisherigen Gruppennebenräume sollen zu Ruheräumen für die ganz Kleinen umfunktioniert werden, weil von dort der Weg zu den sanitären Anlagen ganz einfach kürzer ist.

Während die Arbeiten im Rohbau noch laufen, hat sich Koch mit ihren Kolleginnen bereits Gedanken um die Einrichtung der beiden Anbauten gemacht. Sie sollen mit Spielpodesten ausgestattet werden, in deren Hohlraum die Liegepolster verstaut werden sollen, die die U3-Kinder für ihre Ruhepausen im Kita-Alltag benötigen. Das spart Platz und ermöglicht eine größere Flexibilität, weil die Polster jederzeit griffbereit sind. Die Möbel sind bereits bestellt, weil Sandra Koch mit mehreren Wochen Lieferzeit rechnet, aber auch, weil das dafür bewilligte Geld noch in diesem Jahr abgerufen werden muss.

Im März sollen die beiden Anbauten, die die Aufnahme von zwölf U3-Kindern ermöglichen, bezugsfertig sein. Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf 210 000 Euro, davon muss die Stadt Werdohl rund 30 000 Euro selbst tragen. Der Löwenanteil von 180 000 Euro kommt aus dem NRW-Investitionsprogramm zur Finanzierung von Kinderbetreuung.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare