Kies vom Dach gesaugt

Die Firma Klumpe aus dem niedersächsischen Werlte nahm die Absaugarbeiten auf dem Dach des naturwissenschaftlichen Traktes der Albert-Einstein-Gesamtschule vor. Der Kies wurde schließlich in Container gepumpt. -  Foto: Koll

Werdohl - 970 Quadratmeter Kies wurden Mittwoch und Donnerstag vom Dach des naturwissenschaftlichen Trakts der Albert-Einstein-Gesamtschule abgesaugt. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme, die – so der städtische Bauleiter Peter Grau – etwa alle 35 Jahre erfolgen muss.

Als das Schulgebäude seinerzeit errichte wurde, verrät der Experte, wurde das Dach mit einer sechs Zentimeter dicken geklebten Korkschicht versehen. Über dieser Wärmedämmung wurde die Kiesschicht aufgetragen. Diese war notwendig, weil die Dachpappe nicht lichtbeständig ist. Außerdem schützt der Kies vor Wettereinflüssen, erläutert der städtische Bauamts-Mitarbeiter.

Zwischenzeitlich wurde zwischen Kork und Kies noch eine weitere Dämmschicht eingefügt, bestehend aus sechs Zentimeter dickem Styropor. Nun war es aber notwendig, den Kies aufzubereiten. Zudem landen auf dem Dach immer wieder Dinge, die die Schüler (versehentlich) aus dem Fenster werfen – vom Geodreieck bis hin zum Zirkel, weiß Grau.

„Es ist nun von den Kosten her absolut vergleichbar, ob der Kies gewaschen und wieder aufgetragen wird, oder ob wir den alten entsorgen und ganz neuen anschaffen.“ In diesem Fall hat sich das durchführende Unternehmen für die Neuanschaffung entschieden.

Die Absaugung der alten Kiesschicht übernahm die Firma Klumpe aus Werlte. Diese Stadt liegt im niedersächsischen Emsland. Jetzt können die weiteren Arbeitsschritte folgen. Dazu gehört eine von Grund auf sanierte Wärmedämmung. Bauleiter Grau erklärt: „Aufgebracht wird eine Styropor-Dämmung mit einem Gefälle und einer Dicke zwischen 18 und 22 Zentimetern.“

Das Dach des Naturwissenschafts-Trakts hat keine klassische Regenentwässerung am Dachrand. „Wir sprechen hier von einer innenliegenden Deckenentwässerung“, klärt Grau auf. Das heißt, das Regenwasser wird zur Dachmitte geleitet und von dort aus ins Innere des Gebäudes abgeleitet.

Am vergangenen Montag wurde der Gesamtschul-Gebäudeteil eingerüstet. Die Arbeiten werden nun einige Wochen weiter andauern. „Wir wollen bis zum Ende der Sommerferien fertig sein“, prognostiziert Peter Grau.

Das Gesamtvolumen dieser notwendigen Investition liege bei gut 146 000 Euro.

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