Kennenlernnachmittag in der Realschule

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29 Mädchen und Jungen besuchen nach den Sommerferien die Klasse 5a. Klassenlehrerin ist Melanie Effenberger.

Werdohl - Mit Tanzaufführungen und einem lustigen Theaterstück begrüßten die Mädchen und Jungen der fünften und sechsten Klassen der Realschule jetzt die künftigen Fünftklässler. Für sie beginnt nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt an der Realschule.

Sichtlich aufgeregt saßen die Neulinge mit ihren Eltern und Geschwistern in der Aula der Realschule. Gespannt warteten sie darauf, wer ihre neuen Mitschüler und ihre Klassenlehrerin sind. Doch bevor es an die Aufteilung der künftigen Fünftklässler ging, präsentierten die Realschüler ein Programm, das sie extra für die Neulinge vorbereitet hatten. Teilnehmer der Tanz-AG zeigten zu mehreren Stücken Hip-Hop Choreographien, um die neuen Schüler dazu zu motivieren, ihrer Gruppe beizutreten. Die Mädchen und Jungen der Klasse 6c hatten Kleider, eine Prinzenrobe und ein Feengewand auf ein großes Plakat gemalt. Dahinter positionierten sich Schüler, die mit jeder Menge Wortwitz das Märchen „Aschenputtel“ aufführten.

In einem Lehrerquiz sollten die Neulinge schließlich erraten, welche der beiden Klassenlehrerinnen, die die Fünftklässler nach den Sommerferien übernehmen, zum Beispiel gerne Salat isst, gerne schwimmt oder ihren Urlaub auf Mallorca verbringt. Dann war es endlich soweit. Jedes Kind wurde einzeln aufgerufen und seiner neuen Klasse zugeteilt. Dabei gab es immer wieder lautstarke Jubelrufe, wenn Freunde in dieselbe Klasse kamen. Melanie Effenberger begrüßte als Klassenlehrerin 29 Schüler in der neuen 5a. 30 Schüler gehören der 5b von Rabea Kleinschmidt an.

Während die Neulinge ihre künftigen Klassenräume aufsuchten und sich auf die erste Entdeckungstour durch das Schulgebäude machten, nutzte der stellvertretende Schulleiter Michael Stemski die Gelegenheit, die neuen Eltern über das Lernen in der Realschule zu informieren. Die Mütter und Väter erfuhren, dass ihre Kinder in der fünften Klasse etwa 30 Unterrichtsstunden in der Woche haben werden. Danach gebe es die Möglichkeit, an einer Hausaufgabenbetreuung teilzunehmen. Diese koste 80 Euro pro Halbjahr.

Klassenlehrerin Rabea Kleinschmidt begrüßte die Schüler der künftigen 5b. 30 Mädchen und Jungen gehören in die Klasse.

Die Eltern nutzten die Zeit, um Fragen zu stellen. Bedenken äußerten einige Mütter und Väter bezüglich der Größe der Klassen. „Das ist ein Problem“, räumte Stemski ein. Entstanden seien die Klassenstärken durch die knapp 60 Anmeldungen. Das seien sechs zu wenig, um drei fünfte Klassen zu bilden. Bitten beim Schulrat in Arnsberg, das Schuljahr trotzdem mit drei Klassen beginnen zu dürfen, seien abgelehnt worden, bedauerte Stemski.

Aber: Auch in der Vergangenheit habe es solche Probleme gegeben. Teilweise habe die Schule darauf mit der Bildung kleinerer Gruppen in den Hauptfächern reagiert. Vielleicht, so Stemski, sei das auch dieses Mal möglich. Versprechen konnte er jedoch nichts. Er appellierte schließlich an die Eltern, ihre Kinder so gut es geht zu unterstützen: „Sie als Eltern sind die Verantwortlichen, dass es in der fünften Klasse gut läuft.“ Die Anfangsphase in der Realschule sei eine Zeit der intensiven Beobachtung, erklärte Stemski weiter. Es gebe viele Konferenzen und einen regen Austausch unter den Lehrern sowie Rückmeldungen an die Eltern. „Wenn die sechste Klasse geschafft wird, schafft man bei uns auch die zehnte“, machte Stemski den Müttern und Vätern Mut. Je nach Leistung der Kinder gebe es auch immer wieder Empfehlungsschreiben für einen Wechsel an ein Gymnasium.

Zum Ausklang des Kennenlernnachmittags versammelten sich alle in der Cafeteria. Dort gab es noch einmal die Gelegenheit für Gespräche und für ein näheres Kennenlernen. Zudem gab es für die Eltern Mappen mit Informationen dazu, welche Bücher und Schulmaterialien nötig sind und welche Bustickets es gibt.

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