Karl Mertens feiert seinen 80. Geburtstag

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Dieter Gierse (links) überreichte Karl Mertens im Namen des Fördervereins der Stadtklinik einen Blumenstrauß.

Werdohl - Mit einem großen Frühstück feierten am Mittwoch Vertreter der Fördervereins der Stadtklinik, des Seniorenzentrums und der Klinik den Geburtstag des Fördervereins-Vorsitzenden Karl Mertens. Er ist am Samstag 80 Jahre alt geworden.

„Es ist nicht nur mir, sondern dem gesamten Vorstand des Fördervereins eine Riesenfreude und eine Herzensangelegenheit, heute mit Ihnen zu feiern“, wandte sich Vorstandsmitglied Dieter Gierse an den Jubilar und überreichte ihm einen großen Blumenstrauß. Auch einige Stationen der Stadtklinik hatten Karl Mertens mit einem solchen Geburtstagsgruß bedacht.

Die insgesamt fünf Blumensträuße nahm Mertens aber nicht mit nach Hause: Er schenkte sie weiter an Bewohner des Seniorenzentrums, die keine Angehörigen mehr haben und deshalb wenig Besuch bekommen. „Niemand soll das Gefühl haben, dass er allein ist“, sagte Mertens. Daran denke er immer, wenn er in der Stadtklinik oder dem benachbarten Pflegeheim Geschenke wie zum Beispiel Ostereier verteile.

Der Förderverein der Stadtklinik besteht inzwischen seit 32 Jahren; von einer kurzen Unterbrechung abgesehen hatte Karl Mertens den Vorsitz inne. „Die 32 Jahre sind wie im Flug vergangen“, blickte der Jubilar zurück. „Die Arbeit mit dem Team des Fördervereins hat mir immer viel Freude gemacht.“

Mertens, der sich selbst als „Immigranten“ bezeichnete, war im Jahr 1961 aus seiner Heimatstadt Bonn ins Sauerland gezogen. „Damals habe ich nicht gedacht, dass ich den größten Teil meines Lebens hier verbringen würde“, sagte der 80-Jährige, der in Altena als Steuerberater tätig ist. Seine Kanzlei wolle er so lange weiterführen, wie es ihm Spaß mache. „Ich fühle mich in meinem Beruf sehr wohl“, sagte Mertens.

Das gilt offenbar auch für seine neue Heimat. Mit seiner Frau Hildegard, die er im Jahr 1961 heiratete, bezog er eine Wohnung in Werdohl, „auf der Sonnenseite des Lennetals“. Immer wieder hätten sie Pläne geschmiedet, im Ruhestand nach Salzburg zu ziehen oder nach Bonn zurückzukehren. „Aber Heimat ist da, wo man Freunde hat“, begründete er seine Entscheidung, in der Stadt an Lenne und Verse zu bleiben.

Einer der Freunde, die ihn lange begleiteten, war der Unternehmer Arnold Menshen. Dieser unterstützte Mertens unter anderem bei dem Projekt Nothilfe, das kranken und alten Menschen, die sich nicht selbst versorgen können, jeden Tag eine warme Mahlzeit bringt.

Eine wichtige Stütze für Karl Mertens sind auch sein Sohn und seine beiden Enkelkinder, die in Dortmund leben. „Meine Enkel machen mir viel Freude“, sagte der 80-Jährige. Der Zusammenhalt sei in seiner Familie immer sehr stark gewesen; schon mit seiner Mutter und seinem Bruder habe er sich quasi blind verstanden. Das erlebe er jetzt auch mit seinem Sohn.

Von Constanze Raidt

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