Kinder- und Jugendparlament wählt Spielgeräte aus

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Das Kinder- und Jugendparlament überplant den Spielplatz an der Oststraße, mit dabei sind die Vorsitzende Ece Ögütmen (r.), der zweite Vorsitzende Björn Hellmich (Mitte) und die zweite Pressesprecherin Elisabeth Tauscher (2.v.r.).

Werdohl - Elisabeth Tauscher, zweite Pressesprecherin des Kinder- und Jugendparlaments, ist ganz schön selbstbewusst: „Wir wissen ja wohl besser als Erwachsene, was Kinder wollen.“ Stimmt, und deshalb ist das KiJuPa gerade damit beschäftigt, Spielgeräte für den geplanten Umbau des Spielplatzes Oststraße auszusuchen.

13 Kinder und Jugendliche sind es, die sich aktiv als Mitbestimmungsorgan der Stadt verstehen und sich mit der Vorsitzenden Ece Ögütmen und dem zweiten Vorsitzenden Björn Hellmich repräsentieren. 19 Jungen und Mädchen zählen insgesamt zum Parlament. Die Gruppe startete zum August 2014 noch als sehr kleiner Kreis, immerhin vier Gründungsmitglieder sind heute noch voll dabei. Björn Hellmich ist fast schon ein junger Erwachsener: „Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche in Werdohl mitbestimmen können.“

Das KiJuPa hatte vor vier Wochen von der Stadtverwaltung die Aufgabe bekommen, sich mit der Ausgestaltung des Spielplatzes hinter der Grundschule auf der Königsburg zu beschäftigen. Die dortigen Spielgeräte sind veraltet, neue sollen her. Auch eine etwa 500 Quadratmeter große Wiesenfläche kann mitgestaltet werden. Den Jungen und Mädchen ist ganz bewusst nicht gesagt worden, wie viel Geld für die Umgestaltung zur Verfügung steht. Sie sollen zunächst einmal frei von finanziellen Zwängen überlegen, welche Wünsche die Nutzer des Spielplatzes haben.

Die Jung-Politiker haben sich an die Arbeit gemacht und einen Fragebogen für die dritten und vierten Klassen der Grundschule entwickelt. Auch die Kinder ab vier Jahre aus den beiden Kindergärten Arche Noah und Sternschnuppe werden befragt. Sie können Bilder malen. Erwachsene und andere Bewohner von der Königsburg werden über die Seite des Jugend- und Bürgerzentrums bei Facebook angesprochen.

Auf dem Fragebogen konnten die Grundschüler auf fünf Positionen angeben, welche Spielgeräte sie sich wünschen. 62 Fragebogen hat das KiJuPa jetzt zurückbekommen. Die Auswertung am Dienstag im Jugend- und Bürgerzentrum ergab, dass die Klassiker weit vorne lagen: 58 Stimmen gab es für die Rutsche, möglichst am Hang; 45 Kinder wollen ein Trampolin, 27 wünschen sich ein Klettergerüst mit Schaukel.

Nach dieser Vorauswahl wird das KiJuPa jetzt aus Katalogen von Spielgeräteherstellern heraussuchen, welche Geräte sich überhaupt auf der Fläche realisieren lassen. Dann soll über einzelne Geräte diskutiert worden: Zum Beispiel die Frage, ob man heute noch Trampolins auf Spielplätzen bauen sollte. Es liegt also noch einiges an Arbeit vor den Jungen und Mädchen. Das macht ihnen aber nicht viel aus: „Es macht uns ja auch Spaß.“

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