DJK TuS Westfalia: Ärger über fehlendes Engagement

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Der Vorsitzende Josef Schütt (rechts) ehrte Thomas Lammers für 40 Jahre, Rudolf Winzer für 25 Jahre und Werner Dietmar Hartig für 40 Jahre Mitgliedschaft (von links).

Werdohl - Die neue Satzung, Vorstandswahlen, Ehrungen und der Unfrieden über die mangelnde Einsatzbereitschaft einiger Abteilungen beschäftigten am Freitagabend 25 Mitglieder der DJK TuS Westfalia. Sie trafen sich zur Jahreshauptversammlung im Ütterlingser Krug.

„Ein Verein sollte eine Gemeinschaft sein. Ich bitte um euren persönlichen Einsatz. Jeder von euch hat Fähigkeiten. Zeigt, dass Ihr ein Verein seid. Zeigt, was Solidarität ist“, sagte Geschäftsführer Stefan Keggenhoff bereits bei der Begrüßung.

Da ahnte er noch nicht, dass am Ende der Versammlung genau darüber noch einmal diskutiert werden würde. Einzelne Mitglieder beklagten, dass sie sich mehr einbringen müssten, andere aber einfach gar nichts machen würden. So gebe es unter anderem Gruppen und Abteilungen in dem Verein, die nie in Erscheinung treten würden und noch dazu nicht einmal gewillt seien, einen Vorstand zu wählen.

„Wir sollen arbeiten, und die nehmen nur. Und noch dazu zahlen wir in diesem Bereich wahrscheinlich noch ordentlich drauf“, beschwerte sich ein Mitglied. Der Vorstand gab zu, das Problem zu kennen. Allerdings seien bereits Gesprächstermine vereinbart worden.

Die restliche Versammlung verlief jedoch absolut harmonisch. Im Mittelpunkt stand die neue Satzung. Die alte aus dem Jahr 1975 war in die Jahre gekommen und musste dringend überarbeitet werden. „Amtsgericht und Finanzamt haben sich beschwert. Die Formulierungen mussten angepasst werden“, erklärte Keggenhoff.

Winfried Pickler, freiberuflicher Berater des Landessportbunds, hatte gemeinsam mit dem Vorstand eine neue Satzung entworfen. „Einfach nur umschreiben ging nicht, das wäre zu aufwendig gewesen“, sagte der Experte. Allerdings unterscheide sich die neue Satzung inhaltlich nicht von der alten. Und so wurde die Satzung einstimmig von den Mitgliedern verabschiedet.

Genauso einig waren sich die Sportler bei den Vorstandswahlen. Große Überraschungen gab es nicht. Lediglich der Posten des Kassierers wurde neu besetzt. Aus beruflichen Gründen trat Andreas Riedel zurück. Künftig wird sich Joachim Wurm um die Finanzen des Vereins kümmern. In ihren Ämtern bestätigt wurden der stellvertretende Vorsitzende Thomas Lammers und Frauensportwartin Beate Alexander.

Im Rahmen der Berichte der einzelnen Abteilung wurde deutlich, wie aktiv der Verein ist. Nachwuchssorgen gibt es nicht. Während andere Vereine immer wieder über rückgängige Zahlen klagen, freut man sich bei der DJK TuS Westfalia auch in diesem Jahr über Zuwachs. Derzeit zähle der Verein rund 140 Mitglieder und stelle unter anderem eine der größten Tischtennisabteilungen des Kreises Lüdenscheid.

Momentan trainieren unter dem Dach des Vereins neun Mannschaften mit insgesamt 86 Mitgliedern. Genau in dieser Abteilung gab es auch die größten Veränderungen im vergangenen Jahr. Denn es gab eine Fusion mit dem FC Pungelscheid. Bis dahin gab es zwei Herren- und zwei Nachwuchsteams.

„Richtig zufriedenstellend war die Situation nicht. Wir waren vor allem für Turniere sehr knapp besetzt. Alles war möglich. Von der Auflösung über die Gründung eines eigenen Vereins bis hin zur Fusion“, erklärte Ulrich Dreßler von den Tischtennisfreunden.

Es kam zur Fusion mit den Pungelscheidern. Die Mitlieder wechselten den Verein. „Leider wurde der FC daraufhin aufgelöst – die negative Seite der Fusion“, sagte Dreßler.

Aus allen anderen Abteilungen gab es durchweg positive Berichte, die das rege Vereinsleben in der DJK TuS Westfalia verdeutlichten. Neben dem normalen Training gab es beispielsweise jede Menge Fahrten und Feiern.

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