HSV setzt auf gute Schulnoten

Alexander Griessl, Leiteter der Spielvereinigung, dankte Kristina de Liello für ihre Tätigkeit als Kassenwartin.

Werdohl -  Zur Mitgliederversammlung der Handballspielvereinigung HSV Plettenberg/Werdohl waren die Mitglieder am Freitag in das Restaurant Vier Jahreszeiten gekommen.

Die Mitglieder hatten einiges zu besprechen. So stellte Klaus Plötz, der später zum Schulkoordinator gewählt wurde, ein Jugendkonzept für die Spielvereinigung vor. Selbiges basiere auf einer Idee des TuS Plettenberg aus dem Jahr 1992. Das Konzept solle allgemein dabei helfen, die Jugendarbeit zu planen und systematisieren. Der Entwurf schließe jedoch nicht nur die sportliche Seite ein, vielmehr wolle man die Jugendlichen zum Beispiel bei der Berufswahl unterstützen. Durch Firmenführungen bei Sponsoren werde Interesse am Beruf und einer Ausbildung geweckt, hieß es weiter. Ein schulischer Beistand sei ebenfalls angedacht, hierzu trete man mit den jeweiligen Lehrern in Kontakt. „Die Schule hat Priorität“, betonte Plötz.

Natürlich gebe es auch vereinsinterne Ziele, so wolle man ein gutes Sozialverhalten fördern. Aus diesem Grund sehe das Konzept eine pädagogische Betreuung durch fähige Kräfte vor. Der Entwurf betreffe jedoch nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern, die in Zukunft stärker mit eingebunden werden sollten.

Die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund stelle ebenfalls ein wichtiges Thema dar. So sei vorgesehen, zunächst Kontakt zu den Ausländerbeiräten in Plettenberg und Werdohl, später auch in Herscheid und Neuenrade, aufzunehmen. Die Jugendlichen sollten durch den Sport integriert werden, so Plötz. Als Ziel des Entwurfs strebe man an, dass die jungen Handballer alle Altersklassen durchlaufen, um in die Senioren-Mannschaften einzusteigen.

Neben dem vorgestellten Jugendkonzept kündigte Plötz auch ein Trainingskonzept an. Dieses solle Kontinuität sichern. Zuletzt wurde deutlich gemacht, dass solche Richtlinien nicht der Bevormundung, sondern der Unterstützung des Trainers dienen würden.

Wie erfolgreich die Arbeit schon jetzt ist, wurde in den Berichten der Abteilungen deutlich. Spielvereinigungsleiter Alexander Griessl legte seinen Fokus dabei besonders auf den Zusammenschluss zu einer Handballspielgemeinschaft. Der Leiter schilderte die Beweggründe für die Schaffung der Spielgemeinschaft. So habe man auch weiterhin höherklassigen Handball garantieren wollen. Außerdem seien dadurch sowohl Arbeit als auch finanzielle Lasten auf mehreren Schultern verteilt. Viele Ziele habe man zusammen erreicht.

Der Sportliche Leiter der Senioren, Dirk Schulte, verwies auf die erste Mannschaft, die in der Verbandsliga Staffel 2 die Klasse halten konnte, nachdem Friedhelm Ziel als Trainer für Serkan Kahraman übernommen habe. Schulte machte nach dem Trainerwechsel Verbesserungen in der Deckung aus, was Aggressivität und Schlagkraft betreffe.

Jugendleiter Markus Pöse schilderte die Situation der Jugend mit insgesamt neun Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen würden. Hierbei würden acht Mannschaften auf Kreisebene spielen, die männliche B-Jugend sei in der Landesliga anzutreffen. Außerdem gebe es noch zwei F-Jugendmannschaften, die an Spielfesten teilnehmen würden, so Pöse. Insgesamt 140 Kinder und Jugendliche würden im Jugendbereich regelmäßig trainieren und spielen.

Frauenwartin Nadine Kuschmiersz machte bekannt, dass für die kommende Saison eine Damenmannschaft gemeldet sei, nachdem es in der vergangen Saison nur eine weibliche A-Jugend gegeben habe. Für dieses Team benötige man noch einen Trainer, hieß es weiter.

Bei den Wahlen gab es keine Überraschungen, der geschäftsführende Vorstand der Spielvereinigung wurde wiedergewählt. Lediglich auf der Position des Kassenwartes gab es eine Änderung, Jens Burzlaff übernahm dort für Kristina de Liello. - juk

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