15 Jahre Weinfest in Werdohl

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Zwar ist der Märkische Kreis keine Weinregion und es gibt auch sonst weit und breit kein Weinfest, aber genau das macht ja den Reiz des Bürgerbrückenweinfestes aus.

Werdohl - Wolfgang Thomzik ist neuer Werdohler Weinkönig. Die Stadt zwischen Lenne und Verse ist – neben Erfurt – bundesweit die einzige, die keine weibliche Regentin für den Rebensaft krönt. Und das nun schon zum 15. Mal.

Die Brücke in Versevörde wird einmal im Jahr von Wein-Freunden bevölkert – und solchen, die es werden möchten. Dieses Mal gab es Köstlichkeiten aus der Pfalz, von der Mosel und – nach jahrelanger Pause auch einmal wieder – aus Franken.

Wie in jedem Jahr haben Dr. Hans Joachim Hultsch, Jürgen Hennemann, Rudolf Völker und Thorsten Hänel das Brückenbürgerweinfest auf die Beine gestellt. Und sie haben auch den Weinkönig erkoren. Hultsch verriet: „Dieser musste eine gewisse Prüfung bestehen. Aber wie genau die Aufgabenstellung dabei ausschaute, verraten wir natürlich nicht.“

Der Weinfestausschuss hat sich nach anderthalb Jahrzehnten etwas Besonderes einfallen lassen. Erstmals wurde das Fest auf den Sonntag ausgedehnt, erstmals wurde zwei Tage lang gefeiert. Und so wurde der Shantychor engagiert, der den gesamten Sonntag über Ständchen brachte. Zeitgleich feierten die Weinfest-Teilnehmer übrigens das Lenneken. Dieses befindet sich nämlich 2015 bereits seit einem Jahrzehnt auf einer anderen Werdohler Brücke – der Stadtbrücke.

Dr. Hultsch blickte zurück auf die vergangenen Jahre: „Wir hatten bis auf ein oder zwei Mal wirklich Glück mit dem Wetter. Offenbar ist der Termin rund um den 8., 9. Mai gut gewählt.“ Und so soll es dabei auch bleiben. Ob das Brückenbürgerweinfest aber auch weiterhin an zwei Tagen stattfinde – oder nur zu besonderen Anlässen – stehe indes noch nicht fest.

Solche besonderen Anlässe sind es übrigens, an denen Thomzik – der neue Werdohler Weinkönig – seine festliche Kette fortan tragen wird. Er ist nun für zwölf Monate Repräsentant aller Werdohler Weinfreunde. Eine besondere Aufgabe hat er eigentlich nicht, sagt Hultsch, der aber doch verrät: „Es wird schon erwartet, dass er alle seine Amtsvorgänger mit einer Abend-Einladung überrascht.“

Ansonsten wird beim Brückenbürgerweinfest nur zweierlei hochgehalten: die Geselligkeit und die Harmonie. Und so waren die aktuelle Bürgermeisterin und ihr Amtsvorgänger beide auf der Brücke beim Genuss eines Glases Wein zu beobachten. Die edlen Getränke wurden derweil wieder ausgeschenkt von Winzern, die in den Holzhütten der Woge untergebracht waren. - Von Michael Koll

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