Werdohl und Stavenhagen würdigen 25 Jahre Partnerschaft

+
Das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Werdohl und der Reuterstadt Stavenhagen würdigten Vertreter beider Kommunen – unter anderem Bürgermeisterin Silvia Voßloh und ihr Amtskollege Bernd Mahnke – mit einer Sonderratssitzung und der Eintragung in das Golden Buch der Stadt.

Werdohl - Es war ein besonderer Anlass, zu dem sich Vertreter der Stadt Werdohl und eine Delegation aus Stavenhagen am Samstag im Ratssaal zusammen fanden. Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren besiegelten die beiden Kommunen dort ihre Partnerschaft. Mit der Eintragung in das Goldene Buch Werdohls würdigten nun alle Beteiligten diesen historischen Tag.

Am 10. August 1990 besiegelten unter anderem der bis heute amtierende Bürgermeister Stavenhagens, Bernd Mahnke, und Werdohls Stadtoberhaupt Hans Pfeifer mit ihren Unterschriften die Freundschaft ihrer Gemeinden. Sie schlugen damit ein neues Kapitel in der Geschichte beider Städte auf. Ziel des freundlichen Zusammenschlusses war es, der Stadt in Mecklenburg-Vorpommern bei der Bildung einer kommunalen Selbstverwaltung unter die Arme zu greifen.

Auch materiell wurde die Reuterstadt aus dem Sauerland unterstützt – die Werdohler schickte damals Bücher, Büromaterial und Feuerwehrgerätschaften ins rund 625 Kilometer entfernte Stavenhagen. „Diese Partnerschaft wurde zwar von der Politik beschlossen, doch gelebt wird sie von den Bürgern der beiden Städte“, sagte Werdohls Bürgermeisterin Silvia Voßloh in ihrer Eröffnungsrede. „Seit einigen Jahren ist unsere Hilfe nun nicht mehr notwendig. Stavenhagen kann sich sehr gut selbst verwalten“, so Voßloh weiter, die sich in ihrer Rede bei allen Beteiligten bedankte, die „über zweieinhalb Jahrzehnte an der Partnerschaft gearbeitet haben.“

„Wir haben Werdohl viel zu verdanken“

Zu Gast bei Freunden: Neben Werdohler Bürgern und den Ratsmitgliedern nahm auch eine Delegation aus Stavenhagen an der Sonderratssitzung teil.

Auch wenn Stavenhagen mittlerweile eine eigenständige Stadt sei, die Freundschaft zu Werdohl werde auch in den kommenden Jahren intensiviert und weitergeführt werden, versicherte Bernd Mahnke: „Ich bin glücklich hier zu sein. Heute geht ein Stück Geschichte durch den Raum. Die Unterzeichnung der Partnerschaft hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“ Schon damals habe er gespürt, dass „die Freunde aus Werdohl ernsthaft Hilfe leisten wollten.“ Bis heute sei diese Freundlichkeit auf vielen Ebenen – sportlich, kulturell und gesellschaftlich – zu spüren. Mahnke: „Stavenhagen hat Werdohl viel zu verdanken. Wir waren 1990 bei unserem ersten Besuch nicht gerade fröhlich und optimistisch. Mit der Wende hatte unsere Stadt rund 1500 Arbeitsplätze verloren. Doch Dank der klugen und fachspezifischen Hinweise der Werdohler konnten wir neue Beschäftigungsmöglichkeiten aufbauen. Deshalb ist es unsere Pflicht, alles für dieses Partnerschaft zu tun.“

Partnerschaft durch Jugend gedeihen lassen

Ohne Mauern und ohne Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern ins Sauerland – dies hätte Klaus Salewski, Präsident der Stavenhagener Stadtvertretung, vor 25 Jahren nicht gedacht. Doch mittlerweile seien vielfältige Freundschaften unter Vereinen, aber auch zwischen Familien entstanden. „Die Partnerschaft gibt es nicht nur auf dem Papier, sie wird auch gelebt“, betonte Salewski. „Nun wird es Zeit, dass die Jungen diese Partnerschaft weiter gedeihen lassen“, so der Stadtpräsident, der sich wünscht, dass es weiterhin keine Mauern und Grenzen geben werde – sowohl in der Landschaft, als auch in den Köpfen der Menschen.

Dem kann Peter Stiller, Vorsitzender des Fördervereins Stavenhagen und Werdohl, nur zustimmen. Er plädierte in seiner Rede dafür, „Land und Leute kennen zu lernen.“ Bei seinen Besuchen habe er die Gastfreundlichkeit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern kennengelernt. „Diese Erfahrung müssen wir an die nächsten Generationen weitergeben“, so Stiller.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare