Die Stadt Werdohl will "Gute Schule 2020"

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Eine gute Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik unter dem Thema „Schule 4.0“ ist Teil des Investitionsprogramms „Gute Schule 2020“. Es geht aber auch um Gebäudesanierung.

Werdohl - Die WBG hatte den Antrag auf Förderung durch das Projekt der Landesregierung „Gute Schule 2020“ schon Ende August gestellt, die SPD zog mit einem ähnlich lautenden Antrag Anfang September nach.

Dass sich die beiden konkurrierenden Fraktionen nicht auf einen gemeinsamen Antrag einigen konnten, machte am Ende nichts aus. Fachbereichsleiter Michael Grabs versicherte, dass die Stadt diese Fördermöglichkeit fest im Blick habe. Noch vor Eintritt in die Tagesordnung des Rates versuchte der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Jansen, den WBG-Frontmann Volker Ossenberg für eine gemeinsame Linie bei „Gute Schule 2020“ zu gewinnen. Jansen erntete deutliches Kopfschütteln von Ossenberg. Der hatte später in der Diskussion den Vortritt, schließlich lag die Urheberschaft des Antrags bei der Bürgergemeinschaft (wir berichteten).

Fachbereichsleiter Michael Grabs zeigte sich blendend vorbereitet. Das kommunale Investitionsprogramm des Landes „Gute Schule 2020“ funktioniere ausdrücklich nicht nach dem sonst üblichen „Windhundprinzip“. Häufig gibt es einen fest umrissenen Fördertopf, wer früh beantrage, sei im Vorteil. Das sei bei Schule 2020 nicht der Fall, so Grabs. Es gebe kein Bewerbungsverfahren, die Mittel würden nach einem noch nicht bekannten Schlüssel über vier Jahre auf alle Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen verteilt.

Am 30. September wolle die Landesregierung nähere Ausführungsbestimmungen des Investitionsprogrammes vorlegen. Die bisher verfügbaren Informationen hatte sich Grabs zusammengesucht. Grabs wörtlich: „Wir halten das Programm für eine sehr gute Hilfe des Landes für die Schulen. Wir wollen das.“ Volker Ossenberg war begeistert: „Das ist ja super vorgearbeitet, da brauchen wir unseren Antrag in der Form gar nicht mehr.“ Wichtig sei der WBG darüberhinaus die gute Internet-Anbindung der Schulen.

Die Stadt solle deshalb zeitnah Projektideen zum Thema „digitale Schule 4.0“ entwickeln. Grabs wies darauf hin, dass die Internetanbindung des Schulzentrums Riesei recht gut sei. Die Förderung ende „einen Meter vor dem Schulgebäude“. Soll heißen, dass die Stadt für die lange – und teure – Zuleitung vom Netzanbieter zum Schulgebäude zuständig sei. SPD-Sprecher Jansen wies noch darauf hin, auch die zu den Schulen gehörenden Sportstätten in die Förderung einzubeziehen.

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