Interkommunales Bemühen um schnelleres Internet

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Auch in Werdohl sollen mehr Glasfaserkabel für schnelle Internetverbindungen verlegt werden.

Werdohl - Es gibt Orte, an denen die Versorgung mit schnellem Internet schlechter ist als in Werdohl. An Lenne und Verse erreichen 64,4 Prozent der Internetanschlüsse die Übertragungsrate von mindestens 50 Mbit/s. Das entspricht fast exakt dem Durchschnitt im Kreis, landesweit liegt die Quote bei etwas mehr als 70 Prozent.

Und doch gibt es auch in Werdohl noch etliche Flecken auf der Landkarte. Auf der Karte, die Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikations-Gesellschaft Südwestfalen (TKG) am Dienstag dem Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung (Ustea) vorlegte, sind diese Flecken rosa und gelb. Die rosafarbenen markieren die unterversorgten Privathaushalte, die gelben die Gewerbegebiete mit schwachen Internetanschlüssen. 

In sieben Gewerbegebieten in Werdohl gebe es 115 Betriebe, die nur mit Übertragungsgeschwindigkeiten von zwei bis zehn Mbit/s in Internet gehen könnten, berichtete Glusa. Betroffen seien besonders Betriebe in den Gewerbegebieten Im Ohl und Kettling, aber auch in Kleinhammer, Eveking und Bärenstein.

In den Gewerbegebieten wolle die TKG nun zuerst ansetzen. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ hätten sich die 15 Städte und Gemeinden im Märkischen Kreises zusammengeschlossen, um von Förderprogrammen des Bundes und Landes für den Ausbau der Breitband-Infrastruktur zu profitieren, erklärte Glusa. Mit einem vorläufigen Bewilligungsbescheid sei eventuell noch in diesem Jahr zu rechnen, mit dem Ausbau der Netze könne dann 2018 begonnen werden. 

Auch die Förderung des Breitbandausbaus in Wohngebieten solle interkommunal vorangetrieben werden, sagte Glusa. Das dürfte vor allem Internetuser in den Außenbereichen Werdohls freuen. Denn während die Versorgung mit schnellem Internet in der Innenstadt recht gut ist, sind auf Glusas Karte viele Bereiche am Kettling, in Pungelscheid, in Eveking, in der Osmecke und in Dresel rosa eingefärbt. 

Auf die politischen Gremien kommt demnächst die Aufgabe zu, die Gebiete auszuwählen, für die eine Förderung beantragt werden soll. Zuschüsse gibt es nämlich nur für Projekte, bei denen möglichst viele Anschlüsse aufgerüstet werden können.

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