Jetzt sicher: Intercity wird in Werdohl halten

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Ab 2019 sollen Intercity-Züge der Bahn auch in Werdohl halten.

Werdohl - Ein Intercity soll ab Dezember 2019 Münster und Frankfurt miteinander verbinden. Das hat Auswirkungen auf den Regionalverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke und die dazugehörigen Bahnhöfe. Einige Verhandlungen über gewisse Punkte stünden noch aus, so Uli Beele, Pressesprecher des Zweckverbands Ruhr-Lippe (ZRL). Aber fest steht nach seinen Worten: Der Intercity 34 wird auch in Werdohl halten.

Und auch fast alle anderen Haltstellen auf der Ruhr-Sieg-Strecke werden von dem Intercity angefahren. Im Süden werden lediglich Welschen Ennest und Kirchhundem ausgelassen, diese Stationen werden allerdings auch aktuell nur stündlich von den Regionalzügen bedient.

Auf der Strecke musste allerdings ein Kompromiss gefunden werden. „Die Schnelligkeit wird durch die Haltestellenpolitik eingeschränkt“, erklärt der Pressesprecher. „Es werden alle Haltestellen auf diesem Teil der Strecke bedient, dafür ist man dann aber schneller in Dortmund.“ Für diese Entscheidung habe der ZRL gemeinsam mit der Bahn Planspiele durchgezogen. Der Bahnhof in Hagen soll laut aktuellem Stand nicht angefahren werden. Wer nach Hagen will, muss also weiterhin in Letmathe umsteigen.

Alle zwei Stunden soll der Intercity 34 den Regional-Express (RE 16) ersetzen. Allerdings stehe das noch nicht ganz fest. „Für den IC müsse man mit dem Nahverkehr Platz machen und dementsprechend weniger Nahverkehr bestellen. Darüber wird aber noch verhandelt“, erzählt Uli Beele. Die Bedingungen für den Intercity seien noch nicht ganz deutlich.

Mit dem Einsetzen des Intercity 34 läuft auch der Vertrag mit Abellio GmbH aus, die sowohl den Regional-Express als auch die Regionalbahn auf der Ruhr-Sieg-Strecke betreiben. „Der neue Vertrag wird ausgeschrieben“, weiß Beele. Es könne also sein, dass Abellio weiterhin den Regionalverkehr bediene. „Das muss bis dahin justiert werden.“ Die Verträge haben in der Regel eine lange Laufzeit von zehn, zwölf oder mehr Jahren. „Die Betreiber müssen sich ja wirtschaftlich darauf vorbereiten.“ Beispielsweise neue Wagen kaufen.

Ein weiteres Thema, über das noch entschieden werden muss, ist der Nahverkehrstarif. Für die Fahrgäste soll es keine Nachteile geben. „Darüber muss ebenfalls noch verhandelt werden“, sagt Beele. „Auch die rechtliche Prüfung steht dann noch an“ – Rechtsfragen müssten abschließend geklärt werden. „Die finanzielle Seite muss passen. Alles muss am Ende ein rundes Bild ergeben“, so Uli Beele.

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