2246 Werdohler stützen Westpark-Bürgerbegehren

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Einen Ordner mit 2246 Unterschriften haben Dieter Benninghaus, Andre Steckhan (1. und 2. von links) und Heide Schöneberg (rechts) am Mittwoch Bürgermeisterin Voßloh überreicht.

Werdohl - Mehr als 2000 Werdohler haben mit ihrer Unterschrift ihre Ablehnung zum Bau des Westparks zum Ausdruck gebracht. Seit Mittwochmorgen liegen die Listen im Rathaus. Am Donnerstagabend (28. Juli) will die Stadt Werdohl über die Gesamtthematik informieren.

In etwas mehr als einem Monat haben die Westpark-Gegner, die das vom Rat bereits beschlossene 390 000-Euro-Projekt an der Lenne mit einem Bürgerbegehren noch verhindern wollen, genau 2246 Unterschriften gesammelt. „Mit so viel Unterstützung hätten wir nicht gerechnet. Wir haben ja kaum mehr getan, als die Unterschriftenlisten an verschiedenen Stellen auszulegen“, sagte Andre Steckhan, einer der Initiatoren. Viele Werdohler hätten in Tankstellen und Gaststätten unterschrieben, andere seien von sich aus auf ihn und seine Mitstreiter Dieter Benninghaus und Heide Schöneberg zugekommen.

Aufgelistet auf 270 Seiten haben die drei Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens die gesammelten Unterschriften am Mittwochmorgen Bürgermeisterin Silvia Voßloh übergeben. Im Rathaus werden die Unterschriften nun überprüft. Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass dies vier bis fünf Tage in Anspruch nehmen wird. „Wir werden dafür Mitarbeiter aus anderen Bereichen abziehen, denn diese Überprüfung hat jetzt Priorität“, sagte die Verwaltungschefin. Doch selbst wenn die eine oder andere Unterschrift durch das Raster fallen sollte, dürften mehr als genug Unterschriften zusammengekommen sein.

1168 Unterschriften wären notwendig gewesen, um den Rat dazu zu bringen, sich noch einmal mit der Angelegenheit auseinanderzusetzen. Das soll nun am Montag, 15. August, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung geschehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Rat das Bürgerbegehren dann als unzulässig ablehnen. Es sei schlicht und ergreifend zu spät eingereicht worden, wird dann die Begründung lauten.

Warum die Stadtverwaltung, deren Urteil sich der Rat wohl mehrheitlich anschließen wird, das Bürgerbegehren für unzulässig hält, soll der Bevölkerung am Donnerstag, 28. Juli, ab 19 Uhr in einer Informationsveranstaltung im Festaal Riesei erläutert werden. Die Stadtverwaltung, vertreten durch die Fachbereichsleiter Michael Grabs (Recht) und Thomas Schroeder (Bauen) sowie Thomas Schmidt (Abteilung Tiefbau) und Peter Erwig (Abteilung Bauen und Immobilienmanagement), wird dann die Planung für den Westpark vorstellen und erklären, warum sie glaubt, dass das Bürgerbegehren zu spät eingereicht worden ist. Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat angekündigt, zu erläutern, warum der Westpark für Werdohl wichtig ist. Die Bürger sollen auch Gelegenheit erhalten, Fragen an die Stadtverwaltung zu stellen. Es ist davon auszugehen, dass Andre Steckhan und andere, die den Bau des Westparks als Geldverschwendung betrachten, davon reichlich Gebrauch machen werden.

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