Leader-Verein LenneSchiene ist gegründet

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Matthias Schröder, Silvia Voßloh und Dietmar Heß bei der Satzungsunterzeichnung.

Es ist geschafft. Jetzt kann es mit der Leader-Region LenneSchiene so richtig los gehen. Dienstagabend wurde die vorerst letzte große Hürde genommen. Der Trägerverein ist gegründet.

Im Werdohler Bahnhof trafen sich am Dienstagabend mehr als 50 Vertreter der sechs teilnehmenden Kommunen, um die Satzung für den „Verein für Regionalentwicklung Region LenneSchiene“ zu gründen. Damit ist die letzte Grundvoraussetzung erfüllt. Nun kann die Arbeit beginnen.

2,7 Millionen Euro gibt es in den kommenden Jahren für die sechs Kommunen der neuen Region. „Damit ist für uns der Weg frei. Nun liegt es an uns, dieses Projekt mit Leben zu füllen“, sagte Plettenbergs Bürgermeister Klaus Müller, der den Abend moderierte. Er appellierte an die Anwesenden, die Bürger noch stärker zu motivieren, sie mit ins Boot zu holen: „Das Ziel ist klar: Es ist das Ehrenamt, das aktiviert und gefördert werden soll.“

Denn natürlich seien 2,7 Millionen Euro verteilt auf fünf Jahre und sechs Kommunen erst einmal nicht besonders viel. Aber es sei eine Art Startkapital. So sollen weitere Fördertöpfe und Sponsoren gesucht werden. „Es wäre doch toll, wenn aus den 2,7 Millionen das Zehnfache werden könnte“, so Müller.

Voller Tatendrang sind offensichtlich auch die Werdohler. Aus keiner anderen Kommune waren so viele Bürger zur Gründungsversammlung gekommen. Mehr als ein Dutzend Bürger trugen sich auch direkt in die Mitgliederliste ein. Aber auch aus Iserlohn, Altena, Plettenberg und Finnentrop waren Interessierte gekommen.

Genau das sei auch das Ziel gewesen, schließlich sollen vor allem die Bürger den neuen Verein mit Leben füllen. Lediglich Nachrodt-Wiblingwerde war nur durch Bürgermeisterin Birgit Tupat und einen weiteren Verwaltungsmitarbeiter vertreten. Um die vorbereitete Satzung gab es kaum Diskussionen.

Und auch der geschäftsführende Vorstand war schnell gewählt. Einstimmig wählten die Anwesenden Werdohls Bürgermeisterin Silvia Voßloh zur Vorsitzenden. Zweiter Vorsitzender wird ihr Finnentroper Kollege Dietmar Heß. Zum Schatzmeister wurde Matthias Schröder aus Plettenberg gewählt.

Voller Tatendrang blickten Mitglieder und Vorstand in die Zukunft. Es gibt viel zu tun. Noch in diesem Jahr soll eine weitere Mitgliederversammlung einberufen werden. Dann soll es unter anderem um konkrete Zielsetzungen und Stellenvergaben gehen. In einem nächsten Schritt wird zunächst die Stelle des Geschäftsführers ausgeschrieben.

„Wir würden ungerne diese Arbeit einem Büro überlassen. Die Leaderregion soll mit ihm oder ihr ein Gesicht bekommen. Daher kommt es uns nicht nur auf fachliche Kompetenz an. Der oder die Neue sollte vor allem aus der Region kommen und in ihr verankert sein“, betonte Müller. Den Verantwortlichen sei bewusst, dass die Besetzung schwer wird.

„Wir sind nicht die einzige Leaderregion, die derzeit sucht“, erklärte der Moderator. In einem nächsten Schritt sind die Kommunen zunächst einmal aufgefordert, die Bürger noch mehr zu motivieren, sich einzubringen und Mitglieder zu werben – vor allem aber sollen weitere Ideen entwickelt werden.

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