Autofahrer brauchen Geduld: Lange Staus im Versetal

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Auf der B 229 im Versetal staute sich der Verkehr am Montag zeitweise kilometerlang.

Werdohl - Was bleibt, ist die Hoffnung: An der Umleitung des Verkehrs durch das Versetal, die durch die sechswöchige Sperrung des Höhenwegs (L 655) erforderlich geworden ist, wird sich nämlich vorerst nichts ändern. Das bedeutet, dass Autofahrer, die zwischen Werdohl und Lüdenscheid unterwegs sind, weiterhin erheblich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssen.

Rolf Prange vom Baubetriebshof der Stadt Werdohl sprach am Montag von einer „todunglücklichen Konstellation“ und meinte damit den Umstand, dass der Beginn der Fahrbahnsanierung auf dem Höhenweg gestern mit dem Schulanfang nach den Ferien und dem regnerischen Wetter zusammenfiel und darüber hinaus auch die Baustelle an der Rathausbrücke noch nicht abgeschlossen ist.

Was das bedeutete, bekamen Autofahrer auf der B 229 entlang der Verse zu spüren: Von Kleinhammer bis in die Stadtmitte benötigte man am Montagmorgen fast eine halbe Stunde anstatt der sonst üblichen fünf bis zehn Minuten; eine Fahrt von Lüdenscheid nach Werdohl dauerte statt 20 Minuten rund eine Stunde, weil sich der Verkehr bereits ab Altenmühle aufstaute.

Michael Overmeyer, Pressesprecher beim Landesbetrieb Straßen.NRW, setzte wie auch Rolf Prange auf das Prinzip Hoffnung: Das werde sich in den nächsten Tagen noch einspielen, meinten beide. Prange: „Die Leute werden sich erfahrungsgemäß andere Wege suchen oder zu anderen Zeiten fahren. Dann wird die Situation schon entzerrt.“ Ortskundige nutzten auch gestern schon zum Beispiel den Weg über’s Riesei, um aus dem Bereich Kleinhammer/Pungelscheid in die Stadtmitte zu gelangen.

Apropos andere Wege: Für Autofahrer, die zwischen Lüdenscheid und Werdohl oder Neuenrade pendeln müssen, hielt Prange dann doch noch einen Tipp bereit. Die könnten aus Richtung Werdohl bis Altena die B 236 nutzen und dann durch das Rahmedetal in Richtung Lüdenscheid fahren. „Die Strecke ist zwar etwas länger, aber dafür steht man nicht so lange im Stau.“ Mit Entlastung auf der offiziellen Umleitungsstrecke über die B 229 ist erst zu rechnen, wenn die Baumaßnahme an der Rathausbrücke abgeschlossen ist. Bis dort die neue Ampel installiert ist, können aber noch zwei bis drei Wochen ins Land gehen. Und so lange bleibt eben nur die Hoffnung...

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