Weiblicher Spieß will mehr Mitbestimmung für Frauen

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Wurden bei der Herbstversammlung der zweiten Kompanie gewählt (v. l.): Torsten Beschke (Kassenprüfer), Jana Gester (Spieß) und Maik Reichel (Kassenprüfer).

Werdohl - Mit einer sehr kurzen Begrüßung leitete Kompanieführer Markus Balz die Versammlung der zweiten Kompanie des Werdohler Schützenvereins am Donnerstagabend ein. „Das Schützenjahr ist so gut gelaufen, eigentlich braucht man keinen Kompanieführer mehr“, scherzte er. Dennoch zeigten Balz und auch die anderen Schützenbrüder und -schwestern einige Punkte auf, die noch verbesserungswürdig seien.

Im vergangenen Jahr gab es kein Sommerfest, da der Vorstand keinen Termin finden konnte auf Grund von zahlreichen anderen Veranstaltungen. Dafür soll das Fest im nächsten Jahr doppelt so groß ausgerichtet werden. Das Schmücken beim Schützenfest sei sehr gut gelaufen. „Das Antreten müssen wir allerdings nochmal üben“, sagte der Kompanieführer. Eigentlich wollte die Kompanie dem Stadtmuseum eine Königinnenkette überreichen, doch sie wurde dort nicht angenommen. Mehrere Mitglieder der Kompanie bemängelten daraufhin den eher dürftigen Auftritt des Schützenvereins im Museum.

Das märkische Kreiskönigsschießen sei auch sehr gut gelaufen und die Kompanie habe ein Plus erwirtschaftet. Lutz Hoffmann kritisierte jedoch den fehlenden Einsatz und die Präsenz der zweiten Kompanie. Auch bei den Netzaktivitäten seien die meisten Mitglieder nicht aktiv genug. „Wer demnächst nicht antwortet und keinerlei Reaktion auf Mitteilungen zeigt, wird aus dem E-Mailverteiler geworfen“, sagte Balz.

Ein weiteres Problem sei die Kommunikation mit den Jungschützen. Die Jungschützen zeigten sich momentan „beratungsresistent“. Dennoch könne die zweite Kompanie ihr Engagement nicht aufgeben, da die Jungschützen die Zukunft der Kompanien seien. Bei einer möglichen gemeinsamen Sitzung mit allen Parteien wolle man nach einer Lösung für das Problem suchen.

Das monatliche Schießen der zweiten Kompanie werde möglicherweise auf einen Wochentag verlegt, da die Beteiligung an den Samstagen sehr gering sei.

Zum Schluss standen noch die Wahlen der zwei Kassenprüfer und des Spießes auf der Tagesordnung der Kompanieversammlung. Mit Jana Gester gibt es nun bereits zum zweiten Mal in der Geschichte des Werdohler Schützenvereins einen weiblichen Spieß. „Wir Schützenschwestern wollen nicht nur mitlaufen, sondern auch mitentscheiden können. Wir wollen nicht nur die Frauen von irgendwelchen Vorstandsmitgliedern sein“, erklärte sie vor ihrer Wahl. Maik Reichel wurde für ein Jahr zum Kassenprüfer und Torsten Beschke für drei Jahre zum Kassenprüfer gewählt.

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