Heizungsanlage ist kaputt

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Die Menschen aus der evangelischen Gemeinde kamen beim Kirchcafé am Sonntagmorgen miteinander ins Gespräch.

Werdohl - Eine schlechte Nachricht verkündete Pfarrer Dirk Grzegorek gestern Morgen im Gottesdienst in der Christuskirche: „Alle Konzerte und Gottesdienste, die bis Ende März in der Friedenskirche geplant waren, müssen in die Kreuzkirche verlegt werden.“

Beim anschließenden Kirchencafé im ehemaligen evangelischen Kindergarten am Kirchenpfad erläuterte der Geistliche: „Am Mittwochabend wollten wir im Presbyterium eigentlich entscheiden, welche Kirche künftig der zweite evangelische Standort in Werdohl bleiben soll – Kreuz- oder Friedenskirche. Aber jetzt haben wir eine neue Situation.“

Hintergrund ist, dass am Mittwochmittag festgestellt wurde, dass die Heizungsanlage der Friedenskirche defekt ist. Ursache und Kosten einer möglichen Reparatur sind noch unklar. Fest steht nur, so Grzegorek: „Das Gemeindehaus in Eveking ist nicht betroffen. Dort gibt es eine separate Anlage.“

Zwar sei es ein „naheliegendes Argument“, dass die Friedenskirche für den zweiten Standort attraktiver sei, da sie einen weiteren Einzugsbereich abdecke als die Kreuzkirche auf der Königsburg, die mit ihrer Innenstadtnähe und somit ihrer Nähe zur Christuskirche noch recht zentral läge. Die dritte Kirche, die nicht zweiter Standort werde, würde künftig nicht mehr genutzt.

Im Gottesdienst zuvor hatte Pfarrer Grzegorek auch den Ehrenamtlern der Werdohler Tafel für ihren „zehnjährigen Einsatz“ gedankt. Sie seien „ein Jahrzehnt lang ganz nah am Menschen“ gewesen. In der vollbesetzten Kirche brandete Applaus auf.

Beim anschließenden Kirchcafé äußerten sich dann Heike Schäfer vom Diakonischen Werk sowie Ulrike Schiller und Ute Schulte vom Team der Tafel-Ehrenamtlichen. Die Tafel greife auf einen Stamm von „20 bis 25 Mitarbeiter“ zurück. Gut 15 davon seien bereits von Anfang an dabei.

Zu betreuen hätten sie aber immer mehr Bedürftige. Vor zehn Jahren seien es gerade einmal 80 Kunden gewesen, die die Tafel monatlich aufgesucht hätten. Unterdessen seien es mehr als doppelt soviele. Einen Spitzenwert habe es im Dezember des Vorjahres gegeben: Da kamen 197 Besucher. Mehr als 180 seien aber nicht verkraftbar.

Die Tafel-Mitarbeiter dankten der Kirche als Träger, dem Diakonischen Werk, welches das Kühlfahrzeug zur Verfügung stelle, sowie vielen Privatpersonen, die die Tafel immer wieder mit Sach- und Geldspenden unterstützten.

Einig waren sich die drei: „Dass es die Tafel überhaupt geben muss, ist kein Grund zum Feiern.“ Doch Schäfer betonte: „Wir wollen aber, dass noch gut essbare Lebensmittel nicht entsorgt werden.“ Schiller versicherte: „Alle Ehrenamtler sind mit Spaß und Elan bei der Sache. Und alle geben alles.“

Die Werdohler Tafel steht auch für Bedürftige aus Neuenrade und Altena offen. In Werdohl wird die Tafel von sämtlichen Supermärkten unterstützt. Andernorts, bedauerte Schulte, sehe das nicht so aus.

Ein drittes Thema im Gottesdienst war die Wahl für das neue Presbyterium, welche am 14. Februar stattfinden soll. Die Gemeindemitglieder hätten die Wahl zwischen 17 Kandidaten, von welchen letztlich zwölf gewählt würden. „60 Anträge auf Briefwahl liegen uns bereits vor“, verriet Pfarrer Grzegorek. Noch bis zum 12. Februar könne Briefwahl bei der Gemeinde beantragt werden.

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