Hangbrücke: Sanierung nicht vor dem Jahr 2018

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Die Hangbrücke Neuenrader Straße muss nach wie vor saniert werden. Allerdings geht Straßen.NRW jetzt von einem Baubeginn im Jahr 2018 aus.

Werdohl - Zunächst sollte alles ganz schnell gehen, jetzt benötigt der Landesbetrieb Straßen.NRW noch mindestens ein Jahr, um mit der Sanierung der Hangbrücke Neuenrader Straße beginnen zu können. Vor 2018 ist nicht mit einem Baubeginn zu rechnen.

Im September 2012 hatte es noch überraschend geheißen, das Bauwerk müsse schnellstens und umfangreich saniert werden. Laut Straßen.NRW bestand „dringender Handlungsbedarf“, da sich die Hangbrücke in Richtung der Bundesstraße 236 bewege. Deshalb sollte schon im Sommer 2013 mit der Sanierung begonnen werden. Passiert ist bis heute wenig und es wird auch in absehbarer Zeit nicht viel passieren. Das bestätigte gestern Michael Overmeyer, Pressesprecher von Straßen-NRW, auf Anfrage. Durch kleinere Sicherungsarbeiten im Jahr 2015 habe der Landesbetrieb Zeit gewonnen. „Seitdem sind keine weitere Schäden größeren Ausmaßes aufgetreten“, sagte Overmeyer.

An einer gründlichen Sanierung kommt der Landesbetrieb aber dennoch nicht vorbei. Doch die sei komplizierter und teurer als zunächst angenommen, erklärte Overmeyer weiter. Sorgen bereite eine in der Straße verlegte Gasleitung: „Der Abbruch der Hangbrücke muss deshalb sehr sorgfältig erfolgen, um größere Erschütterungen zu vermeinden.“ Auch die Verankerung der neuen Hangbrücke sei nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. Teilweise müsse sie unter bestehenden Gebäuden, beispielsweise der Moschee, erfolgen. Deshalb sei noch Grunderwerb nötig, über den noch verhandelt werde. Zudem seien für die Bauarbeiten vier Kranstandorte erforderlich, die noch statisch untersucht werden müssten. All das kostet Zeit – und Geld. „Die Baukosten werden so hoch, dass wir das ganze Projekt europaweit ausschreiben müsen“, erkläerte Michael Overmeyer. Wie hoch die Baukosten genau sein werden, könne er noch nicht sagen. Europaweite Ausschreibungen sind aber ab einer Bausumme von fünf Millionen Euro vorgeschrieben. Wenn dann endlich gebaut werden kann – frühestens ab 2018 – müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf langwierige Behinderungen einstellen. Etwa anderthalb Jahre dürften die Arbeiten auf der Neuenrader Straße in Anspruch nehmen.

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