160 Grundschüler erleben chaotischen Clown-Wettkampf

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Die Clowns bezogen die Schüler der Martin-Luther-Grundschule aktiv vor und während der Aufführung aktiv ins Geschehen mit ein.

Werdohl - „How do you do?“, fragt Clown Arto seinen deutschen Kontrahenten Herrn Zopp und bekommt sogleich eine schallende Ohrfeige. Die Schüler der vier Jahrgänge der Ütterlingser Grundschule quittieren das mit Gelächter, denn es ist nur Teil des englisch- und deutschsprachigen Stückes „The Queen is coming“, das gestern in der Turnhalle aufgeführt wurde.

Fliegende Fäuste und Jongliersticks und ein Eimer, mit dem sich eine Gehirnwäsche durchführen lässt, ließen die Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen eins bis vier der Martin-Luther-Grundschule nicht nur lachen, sondern auch mehrfach staunen.

Sie erlebten das Theaterstück „The Queen is coming“, bei dem zwei Clowns – „Herr Zopp“ und „Mister Mr.“ – um den Sieg in einem Wettbewerb kämpfen, bei dem der Gewinner vor der englischen Königin Elisabeth auftreten darf. Durch Chaos bei der Organisation des Wettbewerbes sind die beiden Clowns gezwungen, gemeinsam aufzutreten.

Allerdings gibt es ein großes Problem: Der deutsche Clown „Herr Zopp“ spricht nur Deutsch, der englische Clown „Mister Mr.“ nur Englisch – und schon ist das Chaos perfekt. Mit Hilfe von Händen und Füßen, sowie einem Gehirnwäsche-Eimer, mit dem sich in Windeseile Sprachen lernen lassen, finden beide Akteure jedoch einen gemeinsamen Nenner, so dass es beide als „Doppelpack“ aufs Siegertreppchen schaffen. Die Rolle der englischen Königin übernahm hierbei das Kinder-Publikum selbst, das den gemeinsamen Gewinnerbeitrag vorgeführt bekam.

Freude bei Groß und Klein

Auch die Schulleiterin Britta Schwarze zeigte Gefallen an der Darbietung auf der Bühne in der Turnhalle der Grundschule: „Normalerweise sind Kinderaufführungen nicht allzu unterhaltsam für Erwachsene, aber die beiden Clowns haben uns echt begeistert. Man hat sogar bedauert, dass das Stück so schnell vorbei war“, meinte Schwarze nach Ende der einstündigen Aufführung, bei der die Hauptdarsteller die Kinder aktiv ins Geschehen eingebunden hatten.

Die Reaktionen der 160 Schüler, die viel Applaus spendeten, zeigte auch, dass sie viel Spaß an der Aufführungen der beiden Clowns gehabt hatten. „Für die Kinder ist das immer etwas Besonderes, wenn wir in unserer Schule Aufführungen haben. Sie waren schon vor Beginn des Stückes richtig aufgeregt“, sagte Schwarze. Schön sei zudem gewesen, dass die Mädchen und Jungen im Anschluss an das Theaterstück den beiden 39 und 52 Jahre alten Clown-Schauspielern, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, eigene Fragen stellen durften.

Kinder bekommen erste Kontakte mit Kultur

Bereits seit mehr als sieben Jahren sind die Auftritte auswärtiger Künstler fester Bestandteil des Schulplanes in Ütterlingsen. Finanziert werden die Gastspiele, zu denen bereits weitere Theaterstücke, Schattenspiele und auch eine Oper zählten, vom Förderverein der Grundschule. Dessen Vorstand hatte sich in diesem Jahr für das Koblenzer Duo entschieden, dass bereits sehr mehr als vier Jahren deutschlandweit in Schulen auftritt.

„Mit der Hilfe des Fördervereins ist es möglich, dass die Kinder ohne großen Reisestress direkt vor Ort in Werdohl kindergerechtes Theater erleben könnten. Es liegt uns sehr am Herzen, dass wir auch den Jüngeren bereits einen Einstieg in die Kultur geben können, für die sich die Kinder später hoffentlich ebenfalls interessieren werden“, so Schwarze.

Der Februar eigne sich hervorragend für solche Veranstaltungen, denn der Monat sei eine relativ tote Zeit im Schuljahr.

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