Novizen versuchen sich an Pfeil und Bogen

Peter Sattler, Vorsitzender der Werdohler Bogenschützen, zeigte hier Detlef Seidel, wie es geht.

Werdohl - „Das gefällt mir hier richtig gut“, sagt die Marianne. Dann lässt sie ihren Opa Detlef Seidel stehen und sprintet los, um ihre Pfeile wieder einzusammeln. Der Ehrgeiz hat die Siebenjährige gepackt. Und in der Tat: Gleich im nächsten Versuch bekommt die noch gänzlich unerfahrene Bogenschützin es hin, ihren Pfeil auf richtiger Höhe durch die Luft segeln zu lassen. Zwar verfehlt das Geschoss die Zielscheibe noch knapp, aber auch das wird sie heute noch ändern.

Seit 28 Jahren laden die Bogenschützen im Werdohler Schützenverein (WSV) die Bevölkerung jährlich zum Jedermannschießen. Auf dem Biwakplatz am Kettling herrschte auch am Sonntag wieder reger Andrang. Bereits eine Viertelstunde nach Start der Aktion hatten sich neben Seidel und seiner Enkelin Marianne schon vier weitere Novizen in die Geheimnisse dieses Sports einweisen lassen.

Abteilungs-Vorsitzender Peter Sattler sagte: „Wir erwarten im Laufe des Tages rund 70 Besucher.“ Auf diese warteten dann nicht nur Pfeil und Bogen, sondern auch Salate, Steaks, Würstchen, Kaffee, Kuchen und alkoholfreie Kaltgetränke.

Die Bogenschützen trainieren stets samstags auf dem Biwakplatz. Von 14 bis 17 Uhr sind dann immer Interessierte willkommen, die in diesen Sport hineinschnuppern möchten. Sattler: „Neulingen stellen wir anfangs auch gerne die Ausrüstung.“ So entstehen den Einsteigern zu Beginn keine allzu hohen Kosten. „Zahlen müssen Neu-Mitglieder lediglich den normalen WSV-Beitrag.“

Die Bogenschützen-Abteilung hat derzeit gut 40 Mitglieder. Rund ein Viertel davon betreibt den Sport aktiv. Ab Mitte Oktober ziehen sie allerdings – wie gewohnt – in die untere Jahnturnhalle um. Auch dort sind unerfahrene Interessierte stets willkommen. Es bieten sich dann sogar mehr Möglichkeiten: Im Herbst und Winter wird auch sonntags (10 bis 12 Uhr) und mittwochs (18 bis 20 Uhr) trainiert, wobei mittwochs nur Fortgeschrittene an den Start gehen, betont Turnier-Sportler Christian Frahm. Er zeigte am Sonntag Besuchern des Jedermannschießens auch hochwertige Sportbögen und -pfeile. Die Teilnehmer der Aktion zeigten großes Interesse an den Feinheiten des Sportes, die ihnen Frahm geduldig erläuterte.

Für den Sport des Bogenschießens gibt es nach oben und unten keinerlei Altersgrenzen. Dennoch wurde am Sonntag zwischen Erwachsenen und Kindern unterschieden. Während Letztere beim Jedermannschießen sowieso eine Medaille von den Verantwortlichen der WSV-Abteilung überreicht bekamen, mussten die Über-18-Jährigen schon 50 von 90 möglichen Ringen erzielen, um dieses Andenken mit nach Hause nehmen zu können.

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