Große Osterfeuer an Lenne und Verse

Wie hier beim Feuer im Versetal sorgten die lodernden Flammen für Faszination.

Werdohl - Noch am Karfreitag hat es in einer Tour geregnet. Aber das Wetter hat es gut gemeint mit den Veranstaltern der Werdohler Osterfeuer. Dennoch qualmen die aufgeschichteten Haufen nach dem Anzünden gehörig, zu nass war es einfach die Tage zuvor.

Schon vom Höhenweg aus sichtbar ist solch eine Qualmsäule am Samstagnachmittag gegen 18 Uhr. Sie stammt vom ehemaligen Schützenhof an der Dammstraße. Doch da brennt noch kein Osterfeuer, lediglich ein kleines Nebenfeuer, welches zahlreiche Mädchen und Jungen begeistert nutzen, um Stockbrot und Mäusespeck zu erhitzen.

Christian Reiche – Jugendleiter des Werdohler Schützenvereins – schaut skeptisch auf den Platz und dann auf sein Smartphone. „Es sind kaum Leute da“, bedauert er. „Aber Fußball und Eishockey sind eine harte Konkurrenz.“ Er sieht, dass die Roosters mit 0:3 hinten liegen und hofft auf noch ein paar Besucher mehr.

Die haben aber vielleicht auch nur auf die einbrechende Dunkelheit gewartet. Mit der Dämmerung, die gegen 19.15 Uhr einsetzt, strömen immer mehr Werdohler vor das Restaurant Vier Jahreszeiten. Und so schreitet Reiche zur Tat und entzündet den Riesen-Holz-Haufen, der alsbald noch etliche weitere Schaulustige anzieht.

Osterfeuer an Lenne und Verse

Der Qualm steigt – für die Besucher erfreulicherweise – nach oben. Je nach Geschmack, mal näher am Feuer, mal näher an der Getränkebude oder dem Grillstand, betrachten diese das Abbrennen des Osterfeuers. Einige fahren auch weiter ins Versetal, wo der zweite Werdohler Schützenverein ebenfalls ein Feuer entzündet hat.

Auch dieses ist weithin durch eine Qualmwolke sichtbar. Die Schaulustigen bleiben vor dem Vereinsheim Altenmühle dem Feuer lieber ein paar Schritte weiter fern. Dieses Osterfeuer entwickelt eine gehörige Hitze. Und bei Saunatemperaturen hält es nicht jeder gerne aus. „Geh nicht so nah ran“, ruft manch Mutter ihren Nachwuchs zurück.

Die meisten Besucher drehen dem Feuer den Rücken zu. In wohliger Wärme genießen sie dann ein kühles Getränk. Sie plauschen mit den lange nicht gesehenen Nachbarn und Freunden. Und viele zücken auch dort ihre Smartphones, wohl aber nicht, um zu sehen, was die Roosters aus Iserlohn gemacht haben, sondern um ein Erinnerungsfoto an diesen gelungenen Abend zu machen. Andere schauen versonnen in die Flammen. Ein paar haben vorsorglich ihre Sonnenbrillen mitgebracht.

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