Grasacker: „Es geht jetzt los“

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Dieses Gebäude am Grasacker 31 wird ein neues Übergangswohnheim für Flüchtlinge. Bald sollen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen beginnen.

Werdohl - Nach dem Bau- und Liegenschaftsausschuss hat am Montag auch der Hauptausschuss zugestimmt, das Haus am Grasacker 31 zu einem Übergangsheim für Flüchtlinge umzubauen. Die Sanierungsmaßnahmen sollen bald beginnen, der Hauptausschuss hat die notwendigen Mittel in Höhe von 52 000 Euro bereitgestellt.

„Es geht jetzt los. Wir sind schon dabei, sauberzumachen“, sagte Bodo Schmidt vom Fachbereich Soziales der Stadtverwaltung gestern. Wann welche Handwerker in dem Gebäude arbeiten würden, stehe aber noch nicht genau fest.

Peter Erwig von der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement rechnet damit, dass der Umbau gut einen Monat dauern wird, möglicherweise auch länger. „Das ist ja ein altes Gebäude, da sind wir nicht sicher vor Überraschungen.“ Und auf die Handwerker wartet eine Menge Arbeit. „Die gesamte Gebäudetechnik muss auf Vordermann gebracht werden“, teilte Erwig mit. Dazu gehören neben der Heizungsanlage auch Wasser- und Abwasserrohre sowie die Elektroinstallation. Einige Fenster müssten erneuert werden, außerdem stünden Renovierungsarbeiten an Wänden und Fußböden an.

„Möglicherweise müssen wir auch die eine oder andere Trennwand ziehen“, erläuterte Peter Erwig weiter. Schließlich sollen bis zu 16 Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge in dem Haus Platz finden.

Die Stadtverwaltung hatte den Umbau des Gebäudes am Grasacker vorgeschlagen, weil das Übergangsheim an der Osmecke bald ausgelastet ist. Zwar sind dort noch einige wenige Plätze frei, aber derzeit werden der Stadt Werdohl deutlich mehr Flüchtlinge zugewiesen, als die Verwaltung erwartet hatte.

In dieser Woche seien allerdings noch keine neuen Asylbewerber angekommen, informierte Bodo Schmidt. Der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Soziales zeigte sich darüber erleichtert. So habe die Verwaltung Gelegenheit, möglichst viele Flüchtlinge, die derzeit an der Osmecke wohnen, in Wohnungen unterzubringen und so Platz in dem Übergangswohnheim zu schaffen.

Von Constanze Raidt

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