Gesteck vom Grab geklaut: Klaudia Grobel ist fassungslos

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Die Familiengruft liegt ganz in der Nähe des Eingangs des katholischen Friedhofs. Der Grabschmuck zu Allerheiligen wurde jetzt gestohlen.

Werdohl - Von einer Grabstätte auf dem katholischen Friedhof in Werdohl wurde ein Grabgesteck gestohlen - nicht das erste Mal, dass so etwas vorkommt.

„Sowas kann ich nicht verstehen, ich bin völlig fassungslos, das entsetzt mich über die Maßen“. Klaudia Grobel, die sonst eher pragmatische Verwaltungsleiterin der katholischen Kirchengemeinde St. Michael, ist persönlich bestohlen worden. Sozusagen auf dem eigenen Friedhof. 

Grobel hat die Polizei eingeschaltet, ist aber noch nicht einmal so sehr wegen des entstandenen Sachschadens wütend. „Was sind das für Menschen, die Blumenschmuck vom Grab klauen?“

Grab liegt in der Nähe des Eingangs

Die Grabstätte der Familie auf dem katholischen Friedhof liegt ganz in der Nähe des Eingangs. Wer den Friedhof besucht, muss an dem Grab vorbei. Begraben liegen dort die Großeltern von Klaudia Grobel, das Grab wird im Auftrag ihrer Eltern gepflegt. Die Familie legt Wert darauf, dass das im Blickfeld der Besucher liegende Grab stets gut aussieht. Und das seit 40 Jahren. 

Zu Ostern verschwand erstmals eine 40 Zentimeter große Pflanzschale von der Grabstätte. „Ein gelbe Wolke von Narzissen“, so beschreibt Klaudia Grobel die in voller Blüte stehende Pracht. „Die konnte wohl jemand anderes gut gebrauchen“, schluckte Grobel ihren damaligen Ärger irgendwie runter. Die gelben Osterglocken hätten auch auf einem Balkon oder einem Garten schön ausgesehen. 

"Das passt nur auf ein Grab"

Jetzt wurde allerdings ein recht teures Grabgesteck für Allerheiligen gestohlen. Grobel ist schwer angefressen: „So etwas stellt man sich nicht in die Wohnung oder in den Garten, das passt nur auf ein Grab.“ Zu Allerheiligen wurde das 50 bis 60 Euro teure Gesteck auf das Grab gelegt, Mittwoch wurde es noch gesehen, Donnerstag war es weg.

 „Wer ist denn so armselig, dass er ein Grabgesteck klaut und es auf eine eigene Grabstätte stellt?“, fragt sie, ohne eine Antwort zu erwarten. Die Familiengruft liegt nahe am Parkplatz, Grobel: „Kofferraum auf und weg ist es.“ Die Verwaltungsleiterin ist total sauer: „Demnächst müssen wir alles anketten, festbohren oder einbetonieren.“ 

Wer Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise hat, möge sich entweder an die Polizei oder an die Kirchengemeinde unter Tel. 0 23 92/8 06 43 10 wenden.

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