Gesamtschule: Wieder nur dreizügig

Mit rund 70 Fünfern wird die Werdohler Gesamtschule nach dem Sommer starten.

Werdohl - Zum dritten Mal in Folge werden die Eingangsklassen der Albert-Einstein-Gesamtschule nach dem Sommer nur dreizügig starten.

Für einen dauerhaften Schulbetrieb mit Blick auf die gymnasiale Oberstufe ist dort aber die Vierzügigkeit vorgesehen, die nach den derzeitigen demographischen Zahlen nicht mehr erreicht wird. Mittelfristig braucht der Gesamtschulstandort auf dem Riesei eine Problemlösung.

Schulleiter Reinhard Schulte berichtete auf Nachfrage unserer Redaktion von genau 65 Anmeldungen. Erfahrungsgemäß würden sich bis zum Schuljahresbeginn noch etwa zehn weitere Jungen und Mädchen einfinden. „Dieses Nachtröpfeln bis zum Sommer kennen wir aus den Vorjahren.“ Mit mehr als 70 Schülerinnen und Schülern würde in drei Klassen gestartet. Ab der Klasse sieben kämen auch wieder Rückläufer aus anderen Schulformen hinzu, die die drei bestehenden Klassen weiter auffüllen würden.

„Die Vierzügigkeit im Bereich der Fünfer ist bei diesen Zahlen derzeit völlig unrealistisch“, macht Reinhard Schulte die Situation unmissverständlich klar. Die Gesamtschule funktioniere derzeit sehr gut, das Bildungsangebot sei ganz hervorragend. An der Arbeit der Schule liege es nach Ansicht des Schulleiters nicht, sondern an den demographischen Bedingungen. „Es gibt hier in der Nähe einfach zu viele ähnliche Schulangebote und zu wenige Kinder dafür“, schätzt Schulte die Lage ein. Auch die Gemeinschaftsschule Neuenrade habe mit sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen.

„Akut ist die Situation für uns nicht, wir stehen ja nicht vor einer Schulschließung,“ sagte Schulte. Aber auf Dauer müsse eine Lösung gefunden werden, die vom Schulträger und vom Schulamt getroffen werden müsste. Es stehe außer Frage, dass alle Seiten wollten, dass auch in Zukunft das Abitur in Werdohl möglich sein soll. Es sei auch keine Frage von Schulqualität. Schulte: „Wir würden uns für die Schüler und deren Eltern eine Entscheidung wünschen, die Sicherheit gibt.“ Bisherige Gespräche hätten überhaupt keine weiterführenden Ergebnisse gebracht.

Realschul-Konrektorin Ulrike Schulte-Schürholz vermeldete gestern 54 feste Anmeldungen und eine ausstehende. Damit könnten wie im Vorjahr zwei Klassen gebildet werden.

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