2018 werden Friedenskirche oder Kreuzkirche aufgegeben

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Pfarrer Dirk Grzegorek stellte der Gemeinde die Wahlvorschläge zum Presbyterium vor und berichtete über den Strukturwandel.

Werdohl - Die Evangelische Kirchengemeinde befindet sich weiterhin in der Phase der Verkleinerung und der Konzentration. Pfarrer Dirk Grzegorek berichtete Mittwoch der fast komplett anwesenden Kerngemeinde, dass jetzt bis 2018 klar sein werde, ob die Friedenskirche oder die Kreuzkirche aufgegeben werde. Die Zahl der Presbyter bei der Wahl im Februar wurde bereits von aktuell 18 auf dann zwölf herabgesetzt.

Grzegorek berichtete als derzeitiger Presbyteriums-Vorsitzender über die Zusammenlegung der ehemaligen Bezirke Friedenskirche und Kreuzkirche. Die Mitarbeitenden seien auf einem guten Weg: „Es hakt und blockiert an einigen Stellen, aber in den meisten Bereichen funktioniert es.“ Der Pfarrer der Friedenskirche lobte besonders die „Strahlkraft“ der Ehrenamtlichen im neuen Gefüge.

Aus dieser Arbeit heraus sei er immer wieder gefragt worden, wann das Presbyterium die Entscheidung träfe, eine der beiden Kirchen aufzugeben. Klar sei, dass die Christuskirche mit der Infrastruktur als ein Zentrum der künftigen Gemeinde erhalten bleibe. Wo das zweite Zentrum der Gemeinde entstehe, werde jetzt definitiv bis 2018 entschieden. Bei diesem bereits vom aktuellen Presbyterium begonnenen Prozess werde die Kirchengemeinde von Superintendent Klaus Majoress persönlich beraten. Grzegorek warb um Verständnis für die noch nicht getroffene Entscheidung: „Wir befinden uns in einem reformatorischen Veränderungsprozess. Die Kirche Jesu Christi liegt nicht an Gebäuden.“

Das Presbyterium müsse „endlich“ eine Entscheidung treffen und sich nicht bis auf 2020 vertagen. 2018 sei jetzt festgelegt, in der Januarsitzung des Presbyteriums werde ein zeitlicher Fahrplan abgesprochen. Mit einem Satz sprach Grzegorek auch mit Blick zu seinem in der ersten Reihe sitzenden Kollegen Martin Buschhaus die Personalfrage an. Man müsse dabei auch das „unterschiedliche Alter und die Unterschiedlichkeit, das pastorale Amt zu leben“ berücksichtigen.

Auch personelle Veränderungen wird es im Presbyterium geben. Bei den Wahlen im kommenden Februar werden gleich sechs Männer und Frauen nicht erneut zur Wahl stehen. Hans de Hek, Holger Jahn, Heike Mayworm, Heidi Mitschke, Ulrike Schiller und Horst Schöne ziehen sich damit aus dem Leitungsgremium der Kirche zurück.

Da schon die Bezirke und Bezirksausschüsse aufgegeben worden sind und die gesamte Kirchengemeinde kleiner werde, reiche die Zahl von künftig zwölf – statt bisher 18 – Presbytern aus. Der Kreissynodal-Vorstand habe das bereits genehmigt. Die Wahlperiode betrage auch nicht mehr acht, sondern nur noch vier Jahre. In Zukunft können wohl auch 14-jährige Gemeindeglieder wählen.

Presbyter werden kann laut Kirchenordnung derjenige, der mindestens 18 Jahre alt ist, sich durch Besuche des Gottesdienstes als treues Glied der Gemeinde bewährt hat sowie einen guten Ruf besitzt. Für diese 14 Kandidaten trifft das also zu: Markus Hoffmann, Lothar Jeßegus, Jochen Johannßen (neu), Marlies Kanbach, Manfred Ludenia, Marc Missbach, Hans Peter Osterkamp, Gerd Petersmann, Traude Rittinghaus, Uwe Röther, Anneliese Schweizer, Maik Trautmann (neu), Ramona Voß (neu) und Anke Weinbrenner. Diese Vorschlagsliste ist noch bis zum 21. November offen.

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