Garant für die Zukunft der Wehr

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Der Jugendausschuss: Lucas Spies ist jetzt Schriftführer, Pascal Schmidtke Kassenwart, Jan Bahr Gruppenführer.

Werdohl - Die Werdohler Jugendfeuerwehr ist seit ihrer Gründung in den 70er-Jahren durch den damaligen Stadtbrandmeister Emil Scharpe nicht nur Garant für die Zukunft der Wehr an Lenne und Verse. Sie hat auch einen sehr hohen Ausbildungsstand, der einen nahtlosen Übergang in den aktiven Dienst der Löschzüge garantiert.

Deutlich wurde das einmal mehr während der Jahresdienstbesprechung der Jugendlichen am Freitagabend im Schulungsraum des Löschzuges Stadtmitte. Dort betonten sowohl Bürgermeisterin Silvia Voßloh, als auch Stadtbrandinspektor Manfred Theile die Bedeutung des Nachwuchses als „wichtigen Bestandteil für die Sicherheit der Bevölkerung“.

Die Jungfeuerwehrleute, so Bürgermeisterin Voßloh, zeigten nicht nur wirkungsvoll Präsenz bei Großveranstaltungen in Werdohl, sondern opferten auch viel Freizeit, um in der feuerwehrtechnischen Ausbildung voranzukommen. Die erste Bürgerin: „Ich bin stolz auf Euch, dass Ihr trotz der schulischen Belastungen Einsatz zeigt“. Der Gemeinschafts- und Teamgeist werde gepflegt – und das sei letztlich auch persönlich wichtig für Jeden. Ein Stichwort, das auch Stadtbrandinspektor Theile aufgriff: „Ihr werdet zurecht gelobt und bringt viel von Eurer Freizeit in den Dienst ein. Wir sind froh, dass wir Euch haben. Ihr seid unser Aushängeschild.“ Vor allem aber: Die Löschzüge „bekommen bei der Übernahme in den aktiven Dienst qualifizierte Kräfte“. Und das wiederum sei auch ein großes Verdienst der Ausbilder.

Dass sich solche Komplimente durch belegen lassen, machte der Jugendfeuerwehr-Leiter Lars Dittmann in seinem ausführlichen Bericht deutlich. Der Personalbestand habe sich bis zum Jahresende 2015 auf 32 Jugendliche – davon sieben Mädchen – erhöht. Bei den geleisteten Dienststunden (6651) habe es ein dreistelliges Plus gegeben, wobei insbesondere die feuerwehrtechnische Ausbildung (3075), aber auch die allgemeine Jugendarbeit ausgeweitet worden sei. Im Berichtszeitraum 2015 gab es 39 Übungsdienste, wobei die Beteiligung der Jugendlichen merklich angestiegen sei. Sie habe im Durchschnitt bei 83,21 Prozent gelegen (im Vorjahr 74,53 Prozent).

Ein Schwerpunkt in der Ausbildung habe im vergangenen Jahr neben theoretischen Aufgaben in den Bereichen „Löscheinsatz und technischer Hilfe“ sowie „Gefahren der Einsatzstelle“ gelegen. Dienste zum Thema Retten und Selbstretten sowie Aufbau von Wasserentnahmestellen seien unverzichtbar gewesen. Den neuen Mitgliedern sei das kleine Einmaleins der Feuerwehr erklärt worden. Weitere Höhepunkte seien die Fahrt nach München, eine Schlauchbootübung am Ütterlingser Viadukt, der Erwerb der Leistungsspange und die Teilnahme am Berufsfeuerwehrtag in Kleinhammer mit realitätsnahen Übungen gewesen. Ein für zehn Nachwuchskräfte begonnener Erste-Hilfe-Kursus werde in diesem Jahr abgeschlossen.

Der von Julia Sommer vorgetragene Kassenbericht ließ ein dreistelliges Plus erkennen. Im Rahmen der Wahlen zum Jugendausschuss sprachen sich die Nachwuchs-Löschkräfte für Lucas Spies als Schriftführer aus. Die Kasse wird von Pascal Schmidtke geführt, und Gruppenführer ist seit Freitag Jan Bahr. Ihm steht Timo Korczyk als Stellvertreter zur Seite.

Zum Schluss der Versammlung verabschiedete der Stadtbrandinspektor Dana Jacke und Jan Simon und überstellte sie in den aktiven Dienst der Löschzüge Kleinhammer und Stadtmitte.

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