Fünfte Gruppe für die Kita Gernegroß

Das Foto zeigt die Errichtung der Kita-Außenanlage im Jahr 2013. Dieser Spielbereich ist demnächst allerdings zu klein. - Archivfoto

Werdohl - Die Kindertagesstätte Gernegroß soll um- und ausgebaut werden, damit dort dauerhaft fünf Gruppen betreut werden können. Mit der entsprechenden Verwaltungsvorlage befassen sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 22. Juni.

Ursprünglich war die Kita als Vier-Gruppen-Betrieb vorgesehen. Allerdings seien schon bei der Inbetriebnahme alle Plätze ausgelastet gewesen. Zum Kindergartenjahr 2014/15 sei aus diesem Grund in Abstimmung mit dem Landesjugendamt vorübergehend eine weitere Gruppe eingerichtet worden. Inzwischen sei aber – schneller als erwartet – deutlich geworden, dass in der Stadtmitte dauerhaft ein Betreuungsangebot mit fünf Gruppen zur Verfügung stehen müsse.

Um in der Kita Gernegroß dauerhaft fünf Gruppen anbieten zu können, seien aber – nach Vorgaben des Landesjugendamtes – Umgestaltungsmaßnahmen erforderlich. Die Kosten dafür belaufen sich nach der Rechnung der Verwaltung auf insgesamt circa 140 000 Euro. „Es besteht aller Voraussicht nach die Möglichkeit, die durch die Stadt zu erbringenden Finanzleistungen durch Fördergelder zu verringern“, heißt es in der Vorlage für den Jugendhilfeausschuss. Die Verwaltung nennt insgesamt drei Fördertöpfe, aus denen eventuell Gelder bezogen werden könnten. Details müssten aber genauer geklärt werden. Grundsätzlich schließen die Verantwortlichen der Stadt auch nicht aus, dass die Stadt die Gesamtsumme aus Eigenmitteln aufbringen muss. Aus haushaltsrechtlichen Gründen solle der Beginn der Maßnahme in diesem Fall in das kommende Jahr verlegt werden.

In den Gesamtkosten seien die Kosten für die baulichen Veränderungen in Höhe von circa 50 000 Euro enthalten. Einzelheiten zu den Umbauarbeiten sollen im Rahmen der Sitzung vorgestellt werden.

Für die optische Gestaltung der Räume sei die Firma Kameleon zuständig, die bereits die Einrichtung der gesamten Kita übernommen hatte. Die Stadt sei einer entsprechenden Anregung des Landesjugendamtes gefolgt, um einen Bruch des pädagogischen Konzeptes zu vermeiden. Die Firma beziffere die vorläufigen Umgestaltungskosten auf circa 76 000 Euro. „Diese Kostenschätzung stellt den aktuellen Stand der Planung dar udn bildet die Gesprächsgrundlage für die Detailplanung“, schreibt die Verwaltung.

Weitere Kosten entstehen der Stadt, da durch den Betrieb der fünften Gruppe ein großer Teil der Ausgleichsfläche im Gebäude entfalle, der bisher die deutlich zu kleine Außenspielfläche kompensiert habe. Um letztere zu vergrößern, bringt die Verwaltung die schon einmal diskutierte Anpachtung der rund 500 Quadratmeter großen Gartenfläche in der Nachbarschaft erneut ins Gespräch. Das Grundstück müsse verkehrssicher eingezäunt werden (circa 12 000 Euro), für ein Gartengerätehaus kämen weitere 3000 Euro dazu. Die Höhe der Pachtsumme müsse mit der Evangelischen Kirchengmeinde abgestimmt werden.

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