„Frühe Hilfen“ als Dauerangebot

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Jugendamtsleiterin Sibylle Dworschak (rechts)  setzt sich seit Jahren für das Netzwerk „Frühe Hilfen“ ein.

Werdohl - Nach vier Jahren soll das Bundesprojekt „Frühe Hilfen“ im Rahmen des Kinderbildungsgesetzes Kibiz finanziell dauerhaft abgesichert werden. Ab 2016 soll die Stadt Werdohl dafür Personal- und Sachkosten in Höhe von knapp 68 000 Euro übernehmen.

In diesem Jahr gab es dazu noch eine Bundesförderung von 12 000 Euro. Der Bund will ab 2016 die Finanzierung durch einen Fonds dauerhaft sicherstellen. Im Jugendhilfeausschuss kommenden Dienstag gibt es dazu einen Vortrag zu hören, der den Politikern als Entscheidungshilfe dienen soll.

Die Stadt Werdohl verfügt bereits seit 2012 über ein Angebot an frühen Hilfen im Sinne des Kibiz. Die Koordinierungsstelle im „Familienzugehenden Dienst“ des Jugendamtes koordiniert die einzelnen Angebote. Die Wirksamkeit der aufgebauten Netzwerke werde ständig den aktuellen Bedürfnissen der Zielgruppe – Eltern mit kleinen Kinder und Schwangere – angepasst. Die Mitarbeiter an diesen Netzwerken haben bereits ihre verbindliche Zusammenarbeit in schriftlichen Grundlagen geregelt.

Nach Abschluss des vierjährigen Modellprojektes Ende 2015 endet die Aufbauphase der Bundesinitiative, es gibt dann auch keine Zuschüsse mehr aus dem bisherigen Fördertopf. 2012 und 2013 gab es 7874 Euro Zuschuss, in 2014 und in diesem Jahr jeweils 11 914 Euro. Ab 2016 will der Bund mit der Einrichtung des aus Bundesmitteln finanzierten Fonds die Netzwerke „Frühe Hilfen“ in den Städten dauerhaft sicherstellen. Voraussetzung für die Gewährung der Mittel ab dem kommenden Jahr ist eine Beschlussfassung im Rat noch in diesem Jahr. Die Kommune soll damit erklären, dass sie die frühen Hilfen nachhaltig und langfristig in ihrer gemeindlichen Struktur verankert. Nach derzeitigem Kenntnisstand werde sich die zukünftige Förderhöhe an der Fördersumme der vergangenen beiden Jahre orientieren und im Herbst 2015 festgesetzt. Bleibt es dabei, bekommt Werdohl knapp 12 000 Euro.

Die Stadt Werdohl profitiere stark vom Netzwerk „Frühe Hilfen“, stellt die Verwaltung in einer Vorlage für den Jugendhilfeausschuss fest. Dadurch könnten langfristig hohe Kosten für dann später sicher erforderliche Hilfen vermindert werden. Der jährliche Personalaufwand von 63 250 Euro entspricht einer Stelle im Jugendamt. Dazu kommt ein Sachaufwand von etwa 4500 Euro.

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