Frischzellenkur für den Ahe-Hammer

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Der freiberufliche Historiker Daniel Sobanski erklärt den Besuchern des Ahe-Hammers, was ein Zieheisen ist und wofür es eingesetzt wurde.

Werdohl - Obwohl der Ahe-Hammer aufgrund einer groß angelegten Sanierung derzeit still steht, wurde die historische Industriestätte am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, dennoch für die Besucher geöffnet.

„Diese Gelegenheit müssen wir einfach nutzen, um den Ahe-Hammer einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen“, so Horst Heinrich, Geschäftsführer der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur mit Sitz in Dortmund. Zudem sei dies die erste „richtige“ Zusammenarbeit zwischen dem Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer und der Stiftung. In den kommenden Monaten wird der Teich im oberen Bereich des Hammers abgedichtet, die Böschung saniert und das Wehr begehbar gemacht. „Zudem versuchen wir für das Gebäude eine Barrierefreiheit zu erreichen“, so Siegfried Griebsch, der den Förderverein leitet. Während des Sonntags hatte der Altbürgermeister bereits am Vormittag das 38. Mitglied für den Förderverein geworben („Ich komme gerade von einer frischen Unterschrift“). Ziel ist es, dass das Denkmal bestenfalls noch in dieser zweiten Jahreshälfte, aber spätestens im Jahr 2016 in Betrieb genommen wird.

Gemeinsam mit der Industriedenkmal-Stiftung wurde das Konzept, mit dem die Besucher in Zukunft über die Bedeutung des Ahe-Hammers informiert werden sollen, einer Frischzellenkur unterzogen. Hierfür schrieb der freiberufliche Historiker Daniel Sobanski einen Vortrag, der im Rahmen einer 45-minütigen Führung einen geschichtlichen und einen technischen Teil enthält. Gestern hatten die Besucher des Ahe-Hammers erstmals die Möglichkeit, an dieser neu konzipierten Führung teilzunehmen. Zudem wurde für die kleinen Besucher ein Comic entworfen, das die Funktion eines Hammers und die Bedeutung des Schmiedehandwerks anschaulich darstellt.

Ein Schmiedefeuer oder der Klang eines Blasebalgs blieb den Besuchern aufgrund der Bauarbeiten verwehrt. Stattdessen hatten die beiden Künstler Aaron Stramann und Lars Digel eine Lichtinstallation entworfen. Der Ort, wo das Wasser ein Mühlrad antreibt, damit sich der Hammer heben und senken kann, wurde in ein blaues Licht gesetzt. Dementsprechend wurden alle Bereiche, wo es lodert und knistert, in rot getaucht.

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