Freibaderöffnung erneut verschoben

Schwimm-Meister Uwe Dickmann lässt eine Pumpe ins Becken, mit deren Hilfe das Desinfektionsmittel im Wasser verteilt wird. - Fotos: Witt

Werdohl - Anfang des Monats hatten die niedrigen Nachttemperaturen zu dem Entschluss geführt, das Freibad noch nicht zu öffnen. Jetzt wirbelt ein technischer Defekt die Öffnungspläne durcheinander: „Wir können das Freibad am Samstag nicht in Betrieb nehmen“, erklärt Frank Schlutow, Geschäftsführer der Bäderbetriebe.

Ende der vergangenen Woche sei es überraschend zu einem schwerwiegenden technischen Defekt in Ütterlingsen gekommen, berichtet Schlutow. „Durch die Verkettung unglücklicher Umstände kam es zur Bildung von ätzenden Gasen im Bereich der Wasseraufbereitung und Desinfektion im Technikraum des Freibades“, erklärt der Geschäftsführer der Bäderbetriebe. Die Gase hätten dann einen großen Teil der Steuerung beschädigt, die zwingend zum Betrieb des Freibades notwendig sei. Unter anderem seien Schalter, Platinen und Computer betroffen. Schlutow ist erleichtert, dass durch die Gase lediglich Sachschaden entstanden sei: „Mitarbeiter des Freibades waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.“

Allerdings sei noch nicht absehbar, welche Einzelteile der Steuerung ausgetauscht werden müssten. „Das gesamte Ausmaß der Beschädigungen zeigt sich erst während der Reparaturarbeiten“, stellt Frank Schlutow fest. Nach ersten Schätzungen könne es aber sein, dass sich die Reparaturkosten auf einen fünfstelligen Betrag belaufen, befürchtet er.

Die Mitarbeiter der Bäderbetriebe und beauftragte Fremdfirmen arbeiten nun mit Hochdruck daran, die Schäden zu beheben, beziehungsweise die defekten Bauteile auszutauschen. Auch am morgigen Feiertag und am Wochenende werde im Technikraum des Ütterlingser Freibades gearbeitet.

„Zum heutigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir Mitte der kommenden Woche in die neue Freibadsaison starten können“, sagt Schlutow.

Er bedauere die Verzögerung in den Start der Freibadsaison sehr. „Wir hoffen, dass unsere Gäste dafür Verständnis haben.“ Echte Wasserfans müssen nun – voraussichtlich aber nur ein paar Tage – ohne Bademöglichkeit in Werdohl auskommen, denn im Hallenbad am Riesei wird die Saison am heutigen Mittwoch beendet. Dringende Revisionsarbeiten stünden dort an, erklärt der Geschäftsführer der Bäderbetriebe.

Als kleines Trostpflaster sollen die Saisonkarten für das Freibad nun zu einem günstigeren Preis angeboten werden. „Wir werden auf Grund der verspäteten Öffnung des Freibades auf die Saisonkarten einen Nachlass von zehn Prozent gewähren“, kündigt Frank Schlutow an.

Von Carla Witt

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