Halbzeit auf der Baustelle am Grasacker 31

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Die Schlaf- und Aufenthaltsräume des neuen Übergangswohnheims lässt die Verwaltung in warmen Gelb- und Terracotta-Tönen anstreichen. Das soll wohnlicher wirken als schlichte weiße Wände.

Werdohl - „Spätestens am Montag bringen die Maler das letzte Tröpfchen Farbe an die Wand“, sagt Peter Grau. Der städtische Bauleiter koordiniert derzeit die Sanierung des Hauses am Grasacker 31, das ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge werden soll.

Ende April – nach acht Wochen Bauzeit – will Grau den Schlüssel an seinen Verwaltungskollegen Bodo Schmidt von der Abteilung Soziales übergeben. Die Heizungsanlage musste als erstes auf Vordermann gebracht werden, damit die anderen Handwerker überhaupt mit der Arbeit anfangen konnten. Glücklicherweise hätten die Mitarbeiter der Firma Hillbrecht nur ein geplatztes Rohr und ein paar Heizkörper austauschen müssen, blickt Grau zurück. Diese wenigen Frostschäden seien durchaus akzeptabel, da das Haus immerhin sechs Jahre lang leergestanden habe.

Während am Donnerstag schon das Unternehmen Konitzer mit der Sanierung der Wasserleitungen begonnen hat, sind die Mitarbeiter des Malerbetriebes Janßen in den letzten Zügen. Die Schlaf- und Aufenthaltsräume erstrahlen jetzt in warmen Gelb- und Terracotta-Tönen. „Wir haben lange überlegt, ob wir alles weiß streichen sollen“, sagt Grau. Aber auch wenn die Farben vielleicht nicht jedem gefielen, sei die Wahl dann doch auf die warmen Töne gefallen. Dadurch sollen sich die Räume voneinander absetzen und wohnlicher wirken.

Bis zu 16 Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge möchte die Stadtverwaltung später in dem Gebäude unterbringen. Dafür ließ der städtische Bauleiter im Erdgeschoss und im ersten Stock je eine neue Wand ziehen, um einen Schlafraum vom Gemeinschaftsraum abzuteilen. Die beiden Küchen des Hauses werden mit jeweils zwei Herden ausgestattet, damit sich die Bewohner auch dort nicht in die Quere kommen. Die Elektro-Abteilung des Baubetriebshofes hat die Elektro-Installation übernommen. „Damit sind die Kollegen schon zu 90 Prozent fertig“, erläutert Peter Grau. „Die letzten Kleinigkeiten erledigen sie, wenn die Malerarbeiten abgeschlossen sind.“

In der kommenden Woche können auch die neuen Fußböden verlegt werden, die schon fertig zugeschnitten im Keller liegen. 52.000 Euro hat die Verwaltung für Sanierung und Umbau – ohne Möblierung – eingeplant. Peter Grau geht jedoch davon aus, dass er dieses Budget nicht ganz ausschöpfen muss. „Ich hatte Reserven für einige Unwägbarkeiten eingeplant, die aber nicht eingetreten sind“, sagt der Verwaltungsmitarbeiter. - Von Constanze Raidt

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