Flussbetterkundung für Brückenbau läuft seit dieser Woche

Tonnenschwerer Bagger schippert über die Lenne

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Mitten auf der Lenne wird seit dieser Woche ein Bagger durch ein kleines Boot von einem Bohrpunkt zum anderen manövriert. Von den Bohrungen verspricht sich der Landesbetrieb Straßen.NRW Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Flussbettes.

Werdohl - Im Wasser werden Dinge federleicht – deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Motor mit bescheidenen 20 Pferdestärken ausreicht, um einen mehrere Tonnen schweren Bagger zu bewegen. Den Beweis dafür liefern die Erkundungsarbeiten, die seit dieser Woche am Flussbett der Lenne stattfinden.

Der Bagger, der eigentlich vom Kampfmittelräumdienst genutzt wird, steht auf einem rund 30 Quadratmeter großen Floß. An seinem Arm ist ein langer Bohrer befestigt, der sich bis zu 30 Meter tief in den Boden der Lenne bohrt.

Gesteuert wird das Floß von einem kleinen roten Boot mit einem 20 PS starken Außenbordmotor. Ziel der Erkundungsarbeiten ist es, oberhalb des Lennewehrs die Beschaffenheit des Flussbettes zu ermitteln. Das übernehmen mehrere Geotechniker. „Wir müssen wissen, wie der Untergrund beschaffen ist, um einen Brückenentwurf anfertigen zu können“, erklärte am Mittwoch Michael Overmeyer, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW auf Anfrage. Bislang sei der Lenne-Grund in diesem Bereich noch nie untersucht worden.

„Im Idealfall“, sagte Overmeyer, „stoßen die Geotechniker auf einen felsigen Untergrund.“ Dieser würde die Brücken-Baumaßnahmen am problemlosesten gestalten. Der Worst-Case wäre ein Untergrund aus Torf: „Doch das kann im Sauerland mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden“, unterstrich Overmeyer.

Sobald die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung vorliegen, soll die Planung der neuen Brücke vom Landesbetrieb vergeben werden. Dieser erste Entwurf solle laut Overmeyer bis September vorliegen. Sobald das NRW-Verkehrsministerium den Entwurf – dann möglicherweise in einer überarbeiteten Form – abgesegnet hat, könnten die Arbeiten ausgeschrieben werden. Grob geschätzt“, könnte mit dem Bau der neuen Brücke – der rund zwei Jahre lang dauern soll – Ende 2017 begonnen werden.

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