Unterkunft für bis zu 80 Personen

Flüchtlingsheim Winkel: Erstbezug Mitte Oktober

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Das Übergangswohnheim Im Winkel stand fünf Jahre leer und wird jetzt hergerichtet. Die Bauschlosser setzen Feuerschutztüren ein, Duschen, Waschküchen und Sanitärbereiche werden erneuert. Mehrere Werdohler Handwerksbetriebe sind im Einsatz.

Werdohl - Fünf Jahre stand die städtische Gemeinschaftsunterkunft Im Winkel 32 leer. In gut vier Wochen sollen dort die ersten von insgesamt bis zu 80 Flüchtlingen einziehen. Seit einer Woche arbeiten heimische Handwerker mit Hochdruck daran, das bis dato heruntergekommene Haus bewohnbar zu machen.

"Es wird gelingen“, ist sich der städtische Bauleiter Peter Grau sicher. 180 000 Euro hatte der Rat für die Herrichtung des Gebäudes bewilligt.

Im Gebäude gab es nie eine Heizung, es gibt dort keinen Gasanschluss. Die früheren Bewohner heizten mit kleinen Kohleöfen. Das wird auch in Zukunft so sein, die alten Bolleröfen werden allerdings gegen neue ausgetauscht. Warmes Wasser für die Duschen wird durch elektrische Energie erzeugt.

Mauerwerk wird trocken gelegt

„Bevor hier die Handwerker ihre Arbeit beginnen konnten, musste das Gebäude umfangreich getrocknet werden“, erzählt Grau. Dazu ist eine exorbitante Heizleistung nötig: Mit sage und schreibe 100.000 Watt bläst derzeit eine Heizung sehr warme Luft in die Räume. Überall im Haus sind Trocknungsgeräte der Firma Kroll aufgestellt, um die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk wieder aufzunehmen.

Frischer Anstrich

Von außen ist Maler Huth an der Arbeit, die beiden sichtbaren Außenwände werden frisch gestrichen, damit das Haus einen freundlichen Eindruck macht. Im Innenbereich sind die Mitarbeiter von Maler Maus dabei, alle Wände anzustreichen. Bauschlosser Jahn setzt neue Brandschutztüren ein. Die Firma Meschede ist mit der Elektrik beschäftigt. Sanitärbereiche und Duschen kommen noch an die Reihe.

450 Quadratmeter Wohnfläche

Das Haus hat etwa 450 Quadratmeter Wohnfläche ohne Flure und Treppenhäuser. Zurzeit werden die beiden Untergeschosse – das Haus steht am Hang im Wald – hergerichtet. Pro Etage gibt es sieben Schlafräume, eine Gemeinschaftsküche und zwei Duschen. Der zweite geplante Bauabschnitt besteht aus dem Erdgeschoss, der dritte und letzte Bauabschnitt umfasst das erste Obergeschoss und das Dachgeschoss mit zwei Mini-Wohnungen. Kurz vor Weihnachten soll alles fertig sein, so Grau. Das Sozialamt belegt vermutlich kurz nach der baulichen Fertigstellung, die Möblierung ist relativ schnell erledigt.

Der Brandschutz erfordert, dass das Haus zum Hang hin von außen ein Fluchtgerüst angebaut bekommt, um den zweiten Fluchtweg zu gewährleisten. Vor dem Haus musste eine Fläche für den sicheren Stand von Feuerwehrautos verdichtet werden. 50 Rauchmelder werden verbaut. Apropos Übergangswohnheim: Wenn alle Brandschutzauflagen erfüllt sind, besteht eine Nutzungserlaubnis bis Dezember 2019.

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