Flüchtlingsbeauftragter Michael Tauscher stellt seine Arbeit vor

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Michael Tauscher (r.), der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Werdohl, hat gestern im Sozialausschuss von seiner Arbeit berichtet. Fachbereichsleiter Bodo Schmidt erklärte, dass Tauscher auch auf die Sauberkeit in den Gemeinschaftseinrichtungen achte.

Werdohl - Dass der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Werdohl, Michael Tauscher, mittlerweile in seinem Job angekommen ist, bescheinigte ihm am Dienstag Andreas Späinghaus, der Vorsitzende des Sozialausschusses.

Tauscher hatte den Kommunalpolitikern zwar erklärt, noch in der Kennenlernphase zu stecken, seine Ausführungen ließen aber erkennen, dass er an vielen Ecken und Enden tätig ist, zahlreiche Kontakte geknüpft hat – und von den Menschen akzeptiert wird.

Seit dem 1. Dezember ist der ehemalige Stadtjugendpfleger Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Werdohl. Mehrmals wöchentlich besuche er die Übergangsheime und Wohnungen. „Auch an den Wochenenden oder abends, wenn es zum Beispiel um Lärmbelästigung geht“, berichtete der 48-Jährige von sehr flexiblen Arbeitszeiten. Dabei achte er auch auf die Sauberkeit in den Gemeinschaftseinrichtungen; und konnte SPD-Mitglied Dieter Gierse versichern, dass sich einiges verbessert habe. „Wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, ist das immer schwierig. Aber es setzen bei vielen Lerneffekte ein. Die meisten sind gewillt, für Sauberkeit zu sorgen“, sagte Tauscher. Fachbereichsleiter Bodo Schmidt kündigte an, dass der momentan tätige Reinigungsdienst in absehbarer Zeit wohl nicht mehr gebraucht werde: „Die zusätzliche Sicht auf die Dinge durch Herrn Tauscher hilft uns, die Sauberkeit zu gewährleisten.“

Mit Vereinen in Kontakt

Der Flüchtlingsbeauftragte berichtete von einem wöchentlichen Austausch mit Lothar Jeßegus von der Flüchtlingshilfe. Auch mit Vereinen stehe er in Kontakt. So habe die FSV unter den Flüchtlingen schon einige Fußballtalente ausmachen können. Schwimmverein und DLRG planten für den kommenden Monat ein großes Angebot für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien, um sie an Wasser zu gewöhnen: „Wir gehen in die Familien, erklären ihnen alles und geben ihnen Formulare, damit sie die Kinder anmelden.“ Auch ein Fahrdienst solle für das Angebot organisiert werden.

Für junge Männer, die besonders wenig Möglichkeiten hätten, um sich zu beschäftigen, sei ein Sportangebot ins Leben gerufen worden: Sie könnten sich einmal wöchentlich von 20 bis 22 Uhr in der Köstersberghalle treffen. Weitere Angebote würden eventuell in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband realisiert.

Um die Stadt finanziell zu entlasten, bemühe er sich um Fördermittel für Maßnahmen in Zusammenhang mit den Flüchtlingen, berichtete Tauscher, der auf baldige Unterstützung hofft: Ein junger Asylbewerber aus Afghanistan, der sehr gut Deutsch spreche, sei sehr an der Stelle im Bundesfreiwilligendienst in Werdohl interessiert. Tauscher: „Es wäre schön, wenn das klappen würde.“

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