Flüchtlingsbericht

Wiedereröffnung der Deipschlade wird diskutiert

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Das zum Jahreswechsel 2011/2012 stillgelegte Übergangswohnheim am Deipschlader Weg 17 wird vermutlich wieder in Betrieb genommen werden müssen, wenn so viele Flüchtlinge wie bisher der Stadt zugewiesen werden.

Werdohl - Wenn der Zuweisungsdruck von Flüchtlingen auf die Stadt Werdohl im kommenden Jahr nicht abnimmt, muss ein weiteres Gebäude für die Unterbringung hergerichtet werden. Die Verwaltung hat in ihrem Flüchtlingsbericht für den Dienstag die Reaktivierung des ehemaligen Übergangswohnheimes am Deipschlader Weg 7 ins Spiel gebracht.

Das frühere Übergangswohnheim für Asylbewerber ist zum 1. Januar 2012 aufgegeben worden. Seitdem steht es leer und sollte eigentlich verkauft werden. 

Wenn weiterhin so viele Flüchtlinge kommen wie bisher wird es wohl – ähnlich wie das Gebäude Im Winkel 32 – wieder bewohnbar gemacht werden müssen. Das große Mehrfamilienwohnhaus am Waldrand am Deipschlader Weg hatte zuletzt 27 Zimmer und eine Gesamtwohnfläche von 428 Quadratmetern. Es war damals stillgelegt worden, weil vor allem die Wärmedämmung nicht mehr zeitgemäß war und Instandsetzungs- und Modernisierungmaßnahmen vor knapp vier Jahren zu kostspielig erschienen. Außerdem war das Haus lange nicht mehr voll belegt.

Der Flüchtlingsbericht für den Ausschuss weist aus, dass Stand 13. Oktober 2015 in Werdohl 246 Personen zu betreuen sind. 155 davon leben in stadteigenen oder angemieteten Wohnungen. 160 Personen leben in Familienverbänden, 86 Einzelpersonen sind registriert. 43 Kinder sind im Alter zwischen null und sechs Jahren, 38 Kinder und jugendliche Flüchtlinge im Alter zwischen sieben und 17 Jahren leben in Werdohl.

Die Unterbringung in den Übergangswohnheimen gestalte sich derzeit „nur mit großen Schwierigkeiten noch sozialverträglich“, heißt es in der Vorlage. 

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