Aufnahme von Flüchtlingen: Stadt sucht Personal

Für die Arbeit mit Flüchtlingen sucht die Stadt zwei Stellen im Bundesfreiwilligendienst. 

Werdohl - Die Aufgaben der Stadt bei der Aufnahme von Flüchtlingen werden immer vielfältiger. Mit dem vorhandenen Personal – aktuell sind es acht Stellen in der Verwaltung – seien die Anforderungen nicht mehr zu bewältigen, erklärte jetzt Fachbereichsleiter Bodo Schmidt.

Frühestens ab dem 1. Juli sind zwei Stellen im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) im Bereich der Flüchtlingshilfe zu besetzen. Das Bundesamt für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben weist die Refinanzierung solcher Stellen mit einem Ampelsystem den Kommunen zu. Leider erst ab Juli stehe für Werdohl die Bufdi-Ampel auf grün, so Schmidt. Die Bufdi-Stellen sind kontingentiert, Werdohl hat aktuell keinen Anspruch. Schmidt: „Wir würden gerne schon früher zugreifen, können aber nicht.“

Die beiden Stellen ab Juli sind der Abteilung Soziales und Wohnen zugeordnet, es geht ausschließlich um die Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen und Asylbewerbern bei Behördengängen, Arztbesuchen und anderen hilfebedürftigen Angelegenheiten des täglichen Lebens. Die beiden Bufdis sollten auch bei der Einrichtung von Unterkunftsplätzen in Gemeinschaftswohnanlagen und Wohnungen mithelfen, bei Umzügen und Vorsprachen bei Vermietern dabei sein und verlässliche Sprechstunden der Abteilung Soziales in den städtischen Übergangswohnanlagen anbieten. Einfache Hausmeistertätigkeiten sollten ausgeübt werden können, außerdem sollten die Bufdis unmittelbare Unterstützung von Flüchtlingen im Bildungsbereich und bei ihrer Orientierung und Integration im Alltag leisten können. Bei entsprechenden Sprachkenntnissen sind auch einfache Übersetzungstätigkeiten sehr hilfreich.

Diesen Dienst können Personen jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht übernehmen, der Besitz eines Führerscheins der Klasse 3 (alt) oder B (neu) ist zwingend erforderlich. Beide Stellen sollen nach Möglichkeit in Vollzeit mit 39 Stunden pro Woche besetzt werden; die Einrichtung einer Teilzeitstelle mit mehr als 20 Wochenstunden ist auch möglich. Die Stellen sind auf maximal ein Jahr befristet, es gibt ein Taschengeld von 372 Euro pro Monat plus 50 Euro Barauszahlung für Arbeitskleidung. Die Bufdis werden über den Freiwilligendienst versichert. Die Stadt bekommt 350 Euro pro Stelle vom Bund zurückerstattet.

Die Teilnahme an ansprechenden und thematisch passenden Seminaren ist verpflichtend vorgeschrieben. Die Kosten hierzu werden übernommen. Bodo Schmidt wirbt für die Arbeit mit den Flüchtlingen: „Wenn Sie Flüchtlinge bei ihrer schwierigen ersten Zeit im neuen Land hier in Werdohl begleiten wollen, bewerben Sie sich schriftlich in Kurzform.“

Eine zusätzliche weitere Vollzeit-Stelle für die Arbeit mit Flüchtlingen soll in der Verwaltung möglichst schnell intern besetzt werden.

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