Fassadenprogramm wird deutlich aufgestockt

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Das Gelände am Lennevorland hat aus dieser Perspektive parkähnlichen Charakter – wenn das Lenneufer später einmal zum Westpark umgebaut ist, wird es dort ganz anders aussehen.

WERDOHL -   Fachbereichsleiter Thomas Schroeder hatte es schon angekündigt, am Montag im Rat sollen die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden. Das Fassadenprogramm kann mit 150.000 Euro Fördermitteln aufgewertet werden, 110 000 Euro Haushaltsrest an Landesgeld können im Westpark verbaut werden. In der Vorlage für den Rat teilt die Verwaltung Einzelheiten mit.

Die Politik soll die Verwaltung am Montag damit beauftragen, das sehr gut laufende Haus- und Hofflächenprogramm im Geltungsbereich des Stadtumbaugebietes Innenstadt und Ütterlingsen aufzustocken. Schroeder schreibt dazu: „Grund dafür ist das anhaltende Interesse der Bürger und die weiterhin bestehende Warteliste.“ Ursprünglich war gedacht, nicht benötigte Fördermittel vom Abbruch der alten Schule an der Leipziger Straße umzuwidmen. Die neue Lösung ist aber noch viel besser: „In Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg und dem Ministerium soll statt dessen ein Antrag auf zusätzliche Mittel in Höhe von 150.000 Euro zuwendungsfähige Ausgaben (80 Prozent Förderung) für das Fassadenprogramm gestellt werden.“ 

Die eigentliche Frist für die Beantragung dieser zusätzlichen Mittel sei schon abgelaufen, so Schroeder. Aber: „Es ist signalisiert worden, dass der Antrag noch angenommen werden könnte, wenn er schnellstmöglich eingereicht werden würde.“ Unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Rates am Montag hat die Verwaltung diesen Antrag bereits in der vergangenen Woche gestellt. Im Normalfall, so Schroeder, erwarte er einen positiven Bescheid frühestens im dritten Quartal 2016. Die Mittel für das Programm stünden in 2017 und 2018 zur Verfügung. Darin enthalten sei bereits das Honorar des Planungsbüros Steg NRW für die Antragsprüfung und Durchführungsbegleitung.

100.000 Euro fehlen gegenüber der Planung

Damit verbunden sind gute Nachrichten für den Ausbau des Westparks am Lennevorland. Die bereits bewilligten Mittel für den Abriss der Schule Leipziger Straße werden wohl dem Westpark zugeschlagen, auch wenn es aus Reihen von SPD und WBG dazu einige Bedenken gibt. Nach dem ersten Kostenvoranschlag sollten für den Abriss der alten Schule in Ütterlingsen 155.000 Euro gebraucht werden, Firma Ossenberg hat es aber für 45.000 Euro gemacht. Die 110.000 Euro Fördermittel werden jetzt umgewidmet. Damit stehen für den Bau des Westparks insgesamt 390.000 Euro zur Verfügung, zwanzig Prozent der Kosten bleiben bei der Stadt. 

Die vollständigen Planungen für den Westpark gehen allerdings von einem Bedarf von 490.000 Euro aus. Will man also genau so bauen, wie es die Planer vorgeschlagen haben, fehlen immer noch 100.000 Euro. Diese Summe ließe sich entweder durch eine Konkretisierung der Kosten oder durch Weglassen von Einbauten einsparen. Für 390.000 Euro bekommt die Stadt aber ganz sicher das ganze Lennevorland umgestaltet. Ob und wie viel Geld dann noch für Baumreihen auf der oberen Promenade übrig ist, müssten genaue Berechnungen ergeben.

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