Fassade der Christuskirche wird repariert

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Sobald es keinen Frost mehr gibt, sollen die kaputten Fugen in der Fassade der Christuskirche erneuert werden.

Werdohl - In der kommenden Woche sollen die Reparaturarbeiten an der Fassade der Christuskirche beginnen – sofern das Wetter mitspielt. Seit Ende Januar ist der Eingangsbereich der Kirche abgesperrt, nachdem ein Stein aus der Fassade gefallen war (wir berichteten). Jetzt steht bereits das Gerüst für die Reparaturen.

„Wo es erforderlich ist, werden die Fugen neu gemacht“, erläutert Küster Ralf Reininghaus. Das werde der Maurer Friedrich Kurz übernehmen, der bereits im Jahr 2006 im Einsatz war. Auch damals waren schon Steine herabgefallen, weil auf einer großen Fläche die Fugen schadhaft waren.

Reininghaus hofft, dass der Schaden diesmal geringer ausfällt. Der Maurer werde die Fassade aber auf der gesamten Höhe kontrollieren. „Mit Hilfe des Gerüstes kann er die Fassade vernünftig in Augenschein nehmen“, sagt der Küster. „Das ist einfacher, als von unten mit einem Teleobjektiv zu gucken.“

Wo Friedrich Kurz kaputte Fugen finde, werde er sie ausklopfen und das alte Material entfernen. Dann werde er die Fugen mit einer speziellen Mörtelmischung füllen. Diese darf weder zu weich noch zu hart sein und muss optisch zu dem historischen Gebäude passen, erklärt der Küster der Christuskirche: „Der Originalzustand soll möglichst erhalten bleiben. Auch innen dürfen wir keinen modernen Putz verwenden.“ Silikon und Acryl seien ebenfalls tabu.

Wegen der strengen Auflagen musste auch die untere Denkmalbehörde – die Stadtverwaltung – grünes Licht für die Reparaturen geben. „Das ist alles genehmigt“, teilt Ralf Reininghaus mit. Schließlich konnte der Maurer auf seine Erfahrungen mit der letzten Reparatur zurückgreifen und die Mörtelrezeptur von 2006 wieder verwenden. „Wenn er fertig ist, haben wir hoffentlich ein paar Jahre Ruhe“, sagt Reininghaus.

Damit Friedrich Kurz in der kommenden Woche anfangen kann, braucht er aber die richtige Witterung. „Es darf keinen Frost mehr geben“, erläutert der Küster. Auch zu starke Sonneneinstrahlung sei ein Ausschlusskriterium – dann trockne der Mörtel zu schnell.

Von Constanze Raidt

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