Friedenskirche erhält eine Infrarot-Heizung

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Während des Gottesdienstes in der Kreuzkirche wurden am Sonntag morgen auch die neugewählten Presbyter in ihr Amt eingeführt.

Werdohl - „Es kann sein, dass die Friedenskirche bis Ende März wieder warm wird“, sagte Gerd Petersmann, Baukirchmeister der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl, während der Gemeindeversammlung in der Kreuzkirche am Sonntag.

Die Gemeinde hatte vor fünf Wochen erfahren, dass die Heizung in der Friedenskirche sofort still gelegt werden muss. „Es war klar, dass sie ihr Lebensende bald erreicht haben würde“, sagte Petersmann mit Blick auf die mehr als 40 Jahre alte Gebläsewarmluftheizung.

Trotzdem war die Gemeinde davon überrascht worden, weshalb das Presbyterium auch die Entscheidung über die Aufgabe von Friedens- oder Kreuzkirdche zunächst aufschob. Nachdem nun fest steht, dass Ende 2018 die Kreuzkirche geschlossen werden soll, könnte sich das Presbyterium auch der Frage widmen, wie die Friedenskirche in Zukunft beheizt werden soll. Eine neue Heizung der bisherigen Bauart hätte nach Worten von Petersmann rund 50 000 Euro gekostet.

 Das Presbyterium habe sich deshalb für eine Infrarot-Heizung entschieden, die nur rund 20 000 Euro kosten werde. Einbauen soll sie ein Kölner Unternehmen, das nach eigenen Angaben weltweit bereits 5000 Kirchen mit Infrarot-Heizungen ausgestattet hat. Darunter ist nach Worten von Petersmann auch eine Kirche in Iserlohn. „Und dort ist man sehr zufrieden“, versicherte der Baukirchmeister. Die Finanzierung bereitet dem Presbyterium allerdings noch etwas Sorge. Der Großteil der Rücklagen sei in die Turmsanierung der Christuskirche geflossen, sagte Petersmann. Pfarrer Dirk Grzegorek hofft deshalb auf Spenden und andere Einnahmequellen.

Grzegorek warb noch einmal um Verständnis für die Schließung der Kreuzkirche Ende 2018 und kündigte gleichzeitig viele Veränderungen an. „Alles wird in Bewegung kommen, und wir werden auch alte Zöpfe abschneiden müssen“, sagte er. Das zwölfköpfige Presbyterium, dessen Mitglieder gestern Morgen in ihr Amt eingeführt wurde, wolle aber einen offenen Dialog mit den rund 6000 Gemeindegliedern führen. Die Gemeinde rief er auf: „Redet mit den Presbytern, und nicht so oft über sie!“

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