Erster Kostümball im Versetal

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Nicht nur die Anzahl der verkauften Eintrittskarten, sondern auch die prächtige Stimmung sprach für das neue Karnevalskonzept.

Werdohl - 2016 – so sieht es wohl aus – ist das Jahr der Neuanfänge beim Versetaler Schützenverein. Im Januar gab’s die neue Vereinsstruktur und jetzt, in der fünften Jahreszeit, ist auch der Karneval neu ausgerichtet worden.

Die bislang traditionelle Weiberfastnacht im Schützenheim Altenmühle gehört der Vergangenheit an. Zwei Dutzend Frauen mit Federhütchen, Teufelshörnern oder Miss Piggy-Outfit waren zuletzt einfach zu wenig, um das Treiben der dullen Weiber auf ewig fortsetzen zu können.

Seit Freitag heißt das Ganze „Kostümball“ – mit Männern von Anfang an. Die Weiberfastnacht hatte sich „einfach abgenutzt“, so der stellvertretende Schützenvereins-Vorsitzende Bastian Häring vor kurzem. Es lohnte sich nicht mehr, und auch der Termin lag ungünstig, weil nicht jeder am folgenden Freitag freinehmen konnte.

Karnevalsfeiern in Werdohl

Und in der Tat: Es herrschte zwar kein Gedrängel beim Vorverkauf und an der Kasse, aber mit rund 60 Gästen war auch der Schützenvorstand bei der Kostümball-Premiere zufrieden. Das sei ausbaufähig, hieß es optimistisch. Und auf jeden Fall soll das neue Konzept, zu dem auch der Kinderkarneval am Sonntag gehört, auf Dauer Bestand haben.

Dass dabei auch der ersehnte Erfolg verbucht werden kann, liegt zu einem hohen Maße auch an der Musik, mit der die Narrenschar durch die Nacht begleitet wurde. Martin Prüfer und seine Stimmungsbox waren da bei der Premiere eine gute Wahl. Sein Fundus an Karnevalsschlagern war schier unbegrenzt, so dass sich die Clowns, Steinzeitriesen, Mönche, Nonnen, Panzerknacker, Monster, Vogelscheuchen oder Knackis gerne bei der Polonaise durch den Saal schicken ließen. Selbst der „Bauchcho“ oder die zur Hummel mutierte Maja ließen sich den Marsch oder die Schunkelei nicht nehmen. Dazwischen auch Angelika Herrmann, die später am Abend den Kostümwettbewerb mit einer selbst gebastelten Blumenkreation gewann.

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