„Entschleunigt vom Alltag“

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Nicht nur die Hitze, auch die Liebe, lässt manchem die Sinne schwinden. Diese zwei aber genossen Wetter und einander sichtlich.

Werdohl - Den heißesten Tag des Jahres hatten Meteorologen für Samstag vorhergesagt. Und in der Tat brannte der Lorenz so gut er nur konnte. Doch das sorgte bei den Werdohler Freibadbesuchern nicht für hitzebedingte Aussetzer. „Entschleunigt vom Alltag“, so nahm Schwimm-Meister Uwe Dickmann sein Publikum wahr.

Sogar die viel gescholtene Jugend, so der Schwimm-Meister, hatte keine Flausen im Kopf: „Es gibt nur wenige Ereignisse, bei denen ich eingreifen muss: Niemand springt vom Beckenrand, keiner gefährdet andere und nicht einer macht Faxen, wenn er vom 3er springt.“ Dickmann war so entspannt wie die Badbesucher. Er genoss seinen Arbeitstag sichtlich.

Bis zum Samstagmittag, 12.30 Uhr, wurden bereits 614 Freibad-Besucher gezählt. Und minütlich kamen weitere an. Am Freitag waren am ganzen Tag 1002 Werdohler im kühlen Nass. Wobei: So kalt war das Wasser in den Becken gar nicht. „Es hat heute knapp 29 Grad“, verriet Schwimm-Meister Dickmann am frühen Samstagnachmittag. Das bedeutete dennoch eine deutliche Erleichterung für die Schwimmer, bei 35 Grad Celsius Außentemperatur im Schatten.

Donnerstag hatten übrigens 1135 Freizeitschwimmer den Weg nach Ütterlingsen gefunden. Am Mittwoch waren es 1015. Rekordverdächtig ist das alles nicht. Dickmann erinnert sich „an einen Tag vor sieben, acht, neun Jahren. Da haben wir 1800 Besucher gezählt.“ Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Der Sommer fängt gerade erst an.

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