Brüninghaus-Platz in Werdohl wird dieses Jahr nicht mehr komplett fertig

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Auf dem Brüninghaus-Platz gehen die Arbeiten zwar stetig voran, die offizielle Einweihung wird aber wohl trotzdem erst im nächsten Frühjahr stattfinden.

Werdohl - Von einer Fertigstellung im Herbst 2016 war immer die Rede, wenn es um die Neugestaltung des Brüninghaus-Platzes ging. Jetzt steht fest: Daraus wird nichts. Zumindest die offizielle Einweihung wird erst im nächsten Jahr stattfinden.

Die Bauarbeiten auf dem Platz in der Stadtmitte gehen planmäßig voran, etwa die Hälfte der Fläche haben die Arbeiter in den vergangenen drei Wochen schon mit den kleinen Pflastersteinen aus Granit belegt. Auch die Befestigung der restlichen Bereiche dürfte in einem ähnlichen Zeitrahmen zu schaffen sein.

Allerdings werden die neun Sumpf-Eichen, die über den ganzen Platz verteilt werden sollen, nicht mehr so rechtzeitig eingepflanzt, dass eine Einweihung noch in diesem Jahr erfolgen könnte. Das bestätigte Thomas Schroeder, Fachbereichsleiter im Rathaus, auf Nachfrage.

"Ohne Bäume fehlt das gewisse Flair"

Die Bäume könnten erst später gepflanzt werden. Ein sicherer Zeitpunkt dafür liege nach Anfang November, und davon werde die Stadt auch nicht abweichen. „Das ist ja letztlich auch eine Frage der Gewährleistung“, erklärte Schroeder. Deshalb werde sich die Einweihung des neugestalteten Brüninghaus-Platzes wohl auf das Frühjahr 2017 verschieben. „Es macht ja wenig Sinn, einen solchen Platz in unvollendeter Form einzuweihen. Ohne die Bäume fehlt auch das gewisse Flair“, sagte Schroeder.

Die Einzelhändler am Brüninghaus-Platz, allen voran das WK und Blumen-Fromm, bringen allerdings nicht so viel Geduld mit wie Schroeder. Sie planen für Freitag, 7. Oktober, eine eigene Aktion. Bis dann, so hoffen sie, werde der Platz wohl nutzbar sein – auch ohne die Sumpf-Eichen.

Franz W. Vohle, Inhaber der Fortuna-Apotheke, fasste die Befindlichkeit der von der Dauer-Baustelle Brüninghaus-Platz/Lennespange gebeutelten Geschäftsleute in Worte: „Wir werden langsam ungeduldig.“

Bäume werden im Sommer für Schatten sorgen

Der Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung hatte die Sumpf-Eiche übrigens favorisiert, weil diese bei ausgewachsenem Endzustand eine optimale Größe in Höhe und Umfang hat und eine besonders schöne, scharlachrote Herbstfärbung besitze. Zudem sei das Blattwerk nicht zu dicht, so dass die Geschäfte und angrenzende Bebauung noch erkennbar seien, aber auch nicht zu zerstreut, so dass im Sommer eine Schattenwirkung erzielt werden könne, hieß es zur Begründung.

Da der Baum, der zum Stückpreis von knapp 1000 Euro zu haben ist, schnell wachse, werde der Platz schon bald auch im Sommer bei hohen Temperaturen wieder eine sehr hohe Aufenthaltsqualität bieten können. Andere, teurere Bäume wie der Japanische Schnurbaum, der Amberbaum oder die Gleditschie, aber auch die etwas preiswertere Winterlinde waren bei den Politikern aus verschiedenen Gründen durch das Raster gefallen.

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