Der große Tag der Werdohler i-Dötzchen

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Nicht nur die Eltern, auch die Schüler der Martin-Luther-Grundschule stärkten sich während des ersten Schultags an einem Kuchenbuffet in der Pausenhalle.

Für einen Tag waren die Kleinsten die Stars: Im Werdohler Stadtgebiet wurden am Donnerstag die Erstklässler in ihren neuen Schulen begrüßt.

Gemeinschaftsgrundschule Königsburg und Kleinhammer

85 Kinder wurden am Donnerstag früh in der städtischen Gemeinschaftsgrundschule an den Standorten Königsburg und Kleinhammer eingeschult. Schulleiterin Sybille Böddecker sauste von der Feldstraße an den Schulweg, um die Eltern zu begrüßen und die Kinder aufzunehmen.

Die Kinder warten in der Turnhalle Kleinhammer auf die Klasseneinteilung.

Während die Schulleiterin ihre jeweiligen Ansprachen souverän auf Socken absolvierte, mussten die meisten der Eltern und Kinder sich schonmal an die Gewohnheiten in den Turnhallen anpassen und blaue Überzieher für die Schuhe benutzen. Die erste Einschulungsfeier in Werdohl überhaupt begann sehr früh mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche. Dann zogen Eltern und Kinder in die Turnhalle an der Feldstraße um, wo die Klassen 4a und 2a den Klassiker „Alle Kinder lernen lesen“ und den modernen „Anlaut-Rap“ vortrugen. Während die Eltern zu einer Kaffeestunde in die Cafeteria der Mittagsbetreuung eingeladen wurden, erlebten die Kinder ihre erste Unterrichtsstunde.

20 Kinder, davon zwei im inklusiven Unterricht, bilden mit Klassenlehrerin Anne Degenhardt die Klasse 1a, die Drachenklasse. 23 Kinder (von denen 21 gestern zur Einschulung kamen) gehen mit Lehrerin Nina Manns in die 1b, die Pinguinklasse. Auf der Königsburg wird verlässliche Schule von acht bis eins angeboten.

In Kleinhammer lief die Einschulungsfeier ähnlich ab. Die Begrüßungsfeier begann mit einem großen Applaus für die neuen Erstklässler und ihre Familien. Auch für die Kinder der Klasse 2b und die Ganztagsschüler. die für das Programm zuständig waren, wurde applaudiert. Diese starteten die Feierlichkeiten mit dem Lied „Wir wollen euch begrüßen“. Danach folgte ein Zahlenspiel, bei dem die Lehrer auch die neuen Erstklässler mit einbezogen. Beendet wurde die Feier mit dem Lied „Bananas are yellow“, mit dem die Schüler ihre Englischkenntnisse unter Beweis stellten. Schulleiterin Sybille Böddecker bat die Eltern, die großen Schultüten während der ersten Schulstunde ihrer Kinder an sich zu nehmen. Auch in die Klassenräume sollten sie nur in Begleitung ihrer Lehrerinnen gehen. Während dessen konnten die Eltern bei einer Tasse Kaffee aus der Caféteria entspannen.

In beide Klassen kommen je 21 Kinder. Die 1c, die Eulenklasse, wird von Carolin Voß geleitet. Sabrina Burschmann ist die Klassenlehrerin der 1d, der Maulwurfklasse. Für die beiden jungen Lehrerinnen sind es die ersten Klassen, die sie übernehmen. Am Schulstandort Kleinhammer besteht die Möglichkeit, die Kinder für den offenen Ganztag anzumelden.

Evangelische Grundschule in Ütterlingsen

Aufregung am ersten Schultag: Die Mäusegruppe der St. Michael Grundschule hat ihre erste Unterrichtsstunde bereits hinter sich.

Mit dem Läuten der Schulglocke begann um 8.30 Uhr pünktlich der erste Schultag für insgesamt 33 Erstklässler an der Evangelischen Grundschule in Ütterlingsen. Zu ihren ersten Aufgaben im Unterricht gehörte zunächst das Schulgebäude zu erkunden.

„Die Kinder lernen bei uns auch voneinander viel“, erklärte Schulleiterin Britta Schwarze, die ihre Schülerinnen und Schüler vor dem neuen Schuljahr für drei jahrgangsübergreifende Klassen (JüL) einplanen konnte. „Grundsätzlich haben wir mehr Jungen. Deshalb mussten wir die Mädchen gut aufteilen.“ Bis auf die Fächer Deutsch, Mathe und Englisch, die in sogenannten Lerngruppen stattfinden, werden die Kinder zusammen mit den älteren Schülern unterrichtet. Zu den Erstklässlern gehöre auch ein Flüchtlingskind, um das sich die Lehrer besonders kümmern müssen, erklärte die Schulleiterin. „Wir sind froh, wenn wir uns verständigen können, nicht selten stoßen wir an Sprachbarrieren.“

Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre heraus fand am gestrigen ersten Schultag an der Grundschule keine Begrüßungsfeier statt. Nach einem Schulgottesdienst, der unter dem Motto „Gemeinschaft und Teilen“ gestaltet wurde, und der Vorstellung des Fördervereins sowie der Rucksack-Gruppen, ging es für die i-Dötzchen um 10 Uhr in die Klassenräume. Damit die Eltern die Zeit bis zum Ende des ersten Schultages um 11.30 Uhr überbrücken konnten, gab es ein Kuchenbuffet, das die Mütter der Zweitklässler zusammengestellt hatten.

Grundschule St. Michael

Zahlreiche herumwuselnde Mädchen und Jungen, mehr als 200 Verwandte, viele bunt beklebte Schultüten und fantasievolle Ranzen – der Einschulungstag ist auch für 47 Mädchen und Jungen an der katholischen Grundschule St. Michael gekommen. Vier neue JüL-Klassen gibt es in diesem Jahr.

In der Turnhalle der Grundschule Königsburg sortierte Schulleiterin Böddecker die Kinder.

Gestern begrüßte Schulleiterin Christel Kringe die kleinen Neuankömmlinge zunächst im Rahmen eines Gottesdienstes. Nachdem dort das Schulmaskottchen „Kamo“ vorgestellt und eingeführt wurde, sangen sie gemeinsam einige Schullieder. Im Anschluss begrüßte Kringe noch einmal die Eltern. Dort sprach sie auch einige wichtige organisatorische Fakten an. Die „Zweitis“ holten ihre neuen Klassenkameraden – es gibt jahrgangsübergreifenden Unterricht – ab, und brachten sie in ihre neuen Klassen.

Während sich Eltern und Großeltern mit Kaffee, Kuchen und Brötchen die Zeit auf dem Hof der Grundschule vertrieben und auf die mit Star Wars, Feuerwehrautos oder Blumen beklebten Schultüten aufpassten, verbrachten die neuen Schüler, gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, in ihrer jeweiligen Gruppe eine erste Unterrichtsstunde. Denn auch in diesem Schuljahr sind die Mädchen und Jungen nicht in den Klassen 1a oder 1b. Sie gehören für die kommenden Jahre der Frösche-, Mäuse-, Amsel- und Maulwurf-Gruppe an.

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